DIHK fragt: Wie wirkt sich eine CO2-Bepreisung in der Praxis aus?

Die politische Diskussion um die Form der CO2-Bepreisung hat erheblich an Fahrt aufgenommen. Dabei wird es auch um die Abschätzung der Auswirkungen eines zusätzlichen CO2-Preises auf die Unternehmen gehen. Der DIHK stellt dafür ein Excel-Tool mit zwei möglichen Varianten zur Verfügung und bittet Unternehmen um breite Beteiligung.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) möchte sich in die Diskussion um einen CO2-Preis aktiv einbringen. Dazu hat der DIHK ein Berechnungstool auf Excel-Basis erstellt, mit der DIHK die praktischen Kosteneffekte für zwei grundlegende Ansätze der CO2-Bepreisung sicht- und vergleichbar machen möchte. Ausgangswerte der Berechnung sollten daher Ihre realen Energieverbräuche und -kosten sein.
  • Variante 1 beschreibt ein mögliches Preisinstrument, in dem ein Aufschlag auf die Energiesteuer entsprechend des jeweiligen CO2-Gehalts des eingesetzten Energieträgers angenommen wird. In dieser Variante werden jedoch nicht die bestehenden Energiesteuersätze zugrunde gelegt, sondern die in der Energiesteuerrichtline (Richtlinie 2003/96/EG) definierten Mindeststeuersätze, die deutlich niedriger ausfallen als die in Deutschland geltenden. Daher fällt hier in vielen Fällen die Entlastung durch die Energiesteuersenkung stärker ins Gewicht als die Erhöhung durch die CO2-Steuer.
  • In Variante 2 wird eine CO2-Bepreisung (orientiert am CO2-Gehalt des Energieträgers) als zusätzliches Preiselement angenommen. Dies könnte bspw. als Aufschlag auf die bisherigen Energiesteuersätze erfolgen. Die Einführung einer zusätzlichen CO2-Abgabe oder ein implizites Preissignal über ein Zertifikatesystem wären in ihrer Wirkung vergleichbar.
Der DIHK bittet die Unternehmen um eine breite Beteiligung. Das Berechnungstool soll Ihnen und dem DIHK helfen, Preiseffekte aus einer zusätzlichen CO2-Bepreisung besser abschätzen zu können. Es handelt sich um Näherungswerte mit bestimmten Annahmen, die es aber ermöglichen, qualitative Aussagen über mögliche Be- und Entlastungswirkungen zu treffen.
Bitte senden Sie das ausgefüllte Excelformular bis zum 29. August formlos per E-Mail an hauck.jacqueline@dihk.de zurück. Die Anonymität Ihrer Angaben ist gesichert. Eine ausführliche Beschreibung der Funktionsweise finden Sie in der Datei.
(Quelle DIHK, IHK Lippe)