Testen in Unternehmen

Mit Schnelltests schneller raus aus dem Lockdown!
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie und für eine nachhaltige Rückkehr in ein normales Wirtschaftsleben, braucht es ein Vorgehen nach bundesweit einheitlichen Kriterien. Mit nachvollziehbaren Regeln für unsere Unternehmen. Nicht nur Politik und Medizin engagieren sich in der Bekämpfung der Pandemie. Auch die deutsche Wirtschaft ist bereit, ihren Beitrag zu leisten. Indem sie einen verantwortlichen Einsatz von Schnelltests nach verbindlichen Regeln umsetzt.
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© DIHK-Bildungs-GmbH / DIHK
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Die IHK Lippe zu Detmold unterstützt die Teststrategie der Bundesregierung und der Spitzenverbände der Wirtschaft. Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen Überblick häufig gestellter Fragen zu Corona-Tests im Unternehmen – und liefern Antworten für Ihren Unternehmensalltag.
Bitte beachten Sie: Da noch viele Fragen offen sind und die Umsetzung der Teststrategie in NRW noch Unklarheiten aufweist, unterliegt diese Seite einer kontinuierlichen Anpassung.

Grundsätzliches zu Corona-Tests im Unternehmen – Testangebotspflicht

Mit der Dritten Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung müssen Unternehmen seit dem 22. April bis vorauss. 30. Juni ihren Beschäftigten, die sich nicht im Homeoffice befinden, mindestens zwei Mal pro Woche das Angebot zum Testen geben. Weitere Infos dazu hier.
Einen Leitfaden mit Anwendungshinweisen zum Umgang mit Corona-Tests in den Betrieben der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) finden Sie hier.
Webinare zur Durchführung von Coronatests in Unternehmen finden Sie hier.

PoC-Antigen-Schnelltests im IHK-Bezirk

Der Kreis Lippe hat alle Stellen für Corona-Schnelltests, die eine kostenlose Bürgertestung anbieten auf seiner Homepage zusammengetragen und aktualisiert die Orte fortlaufend.

Was ist der Unterschied zwischen PCR-Tests, PoC-Antigen-Schnelltests und Antigen-Tests zur Eigenanwendung (Selbsttests)?

Für den Nachweis einer akuten SARS-CoV-2-Infektion stehen in Deutschland unterschiedliche Testverfahren zur Verfügung. Informationen rund um das Thema Testen hat das Bundesgesundheitsministerium auf der Internetseite https://www.zusammengegencorona.de/informieren/ zusammengetragen.
  • PCR (Polymerase Chain Reaction)-Tests liefern den bisher zuverlässigsten Nachweis durch eine molekularbiologische Untersuchung. Sie sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal, die Auswertung durch Labore. Einen PCR-Test im Labor durchzuführen dauert vier bis sechs Stunden. Die getestete Person erhält das Ergebnis meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
  • Laborbasierte Antigentests oder sogenannte Antigen-Schnelltests lassen sich mit deutlich weniger Aufwand als ein PCR-Test durchführen und liefern ein Ergebnis in kurzer Zeit. Sie können allerdings zu einer höheren Anzahl falsch negativer bzw. falsch positiver Testergebnisse führen. Falsch positive Ergebnisse können durch einen nachfolgenden PCR-Test erkannt werden.
  • Professionelle PoC (Point-of-Care)-Antigen-Schnelltests ermöglichen eine Testung auch außerhalb eines Labors, z. B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtung. Dazu muss ebenfalls ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Im Unterschied zu PCR-Tests und laborbasierten Antigen-Tests kann die Testung und Auswertung der PoC-Antigen-Tests durch fachlich qualifiziertes Personal vor Ort erfolgen. Das Testergebnis erfolgt zeitnah (max. nach 30 Minuten).
  • Antigen-Tests zur Eigenanwendung (Selbsttests) sind dafür vorgesehen, dass Probennahme, Testung und Bewertung des Ergebnisses durch medizinische Laien erfolgen kann. Sie sind in der Abgabe nicht mehr auf bestimmte Personengruppen beschränkt, d. h. eine Abgabe ist an jede Person möglich. Supermärkte, Drogerien und Apotheken haben damit begonnen, solche Selbsttests zu verkaufen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht im Internet eine Liste zugelassener Selbsttests, die kontinuierlich aktualisiert wird.
Ein Testergebnis ist  immer eine Momentaufnahme und bietet keine absolute Sicherheit. Daher sollten unabhängig vom Testergebnis die Corona-Schutzmaßnahmen konsequent eingehalten werden: Händehygiene, Atemschutzmasken tragen, Abstand halten, Innenräume lüften etc.

Was ist ein professioneller PoC-Antigen-Schnelltest?

PoC (Point-of-Care) Antigen-Schnelltests sind Medizinprodukte, die Testungen auf SARS-CoV-2 ermöglichen, ohne dass dafür ein Labor beauftragt werden muss. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Im Unterschied zu PCR-Tests und laborbasierten Antigen-Tests kann die Testung und Auswertung der PoC-Antigen-Tests durch fachlich qualifiziertes Personal vor Ort erfolgen. Das Testergebnis erfolgt zeitnah (max. nach 30 Minuten).
Wichtig: Professionelle PoC-Antigen-Schnelltests sind grundsätzlich nicht für die Eigenanwendung vorgesehen. Sie dürfen nicht verwechselt werden mit den seit 6. März 2021 freiverkäuflichen Selbsttests (Laientests) für die Eigenanwendung.

Wo und für wen sind PoC-Antigen-Schnelltests erhältlich?

Die Medizinprodukte-Abgabeverordnung regelt, an wen bestimmte Medizinprodukte wie zum Beispiel Tests auf das Coronavirus abgegeben werden dürfen. Die Verordnung wurde in den vergangenen Monaten mehrfach angepasst. Über den jeweils aktuellen  Stand informiert das Bundesministerium für Gesundheit hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19- lp/mpav-aend.html
  • Neben Schulen und Obdachlosenunterkünfte dürfen PoC-Antigenschnelltests auch an weitere Einrichtungen abgegeben werden. Dazu gehören Flüchtlingsunterkünfte, Justizvollzugsanstalten, berufsbildende Schulen und überbetriebliche Ausbildungsstätten, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Wohnformen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, Frauenhäuser, Einrichtungen der Erziehungshilfe sowie ambulante Pflegedienste, die Menschen in Intensivpflege-Wohngruppen und ähnlichen Einrichtungen betreuen. Die PoC-Antigenschnelltests dürfen nur von eingewiesenen oder geschulten Personen angewandt werden. Das haben die Betreiber der Einrichtungen sicherzustellen.
  • Einrichtungen und Dienste der Kritischen Infrastruktur können ebenfalls PoC-Antigenschnelltests beschaffen und von eingewiesenem oder geschultem Personal anwenden lassen. Zur Kritischen Infrastruktur gehören Unternehmen und Einrichtungen, deren Ausfall nachhaltige Versorgungsengpässe oder erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit zur Folge hätten (z. B. Energieunternehmen, Lebensmittelhersteller bzw. -einzelhandel, Logistikunternehmen).
Professionelle PoC-Antigen-Schnelltests sind zum Beispiel in Apotheken, Sanitätshäusern erhältlich, können aber auch über andere Vertriebswege bezogen werden (z. B. medizinischer Großhandel, Fachhandel für Betriebshygiene etc.). Die Kosten für einen Schnelltest sind vom jeweiligen Tagespreis abhängig, der dem Einfluss von Angebot und Nachfrage unterliegt.

Wer darf PoC-Antigen-Schnelltestungen an Mitarbeitenden durchführen?

Schnelltests sollten zwar von Ärztinnen und Ärzten oder entsprechend geschulten Pflegefachkräften/medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. Doch um Antigen-Testungen auszuweiten, wurde der Arztvorbehalt aufgehoben. Dadurch darf gemäß § 4 Abs. 5 in Verb. mit Abs. 2 Medizinprodukte-Betreiberverordnung ein Betreiber beispielsweise von Schulen, Pflegeheimen, Unternehmen Personen mit dem Anwenden von PoC-Antigentests beauftragen. Diese Person muss die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben sowie in das anzuwendende Medizinprodukt eingewiesen werden. Somit ist die Sachkenntnis entscheidend, also die korrekte Anwendung des jeweiligen Medizinprodukts auf Basis einer Schulung.
Der Betreiber einer Einrichtung, wie z. B. ein Unternehmen, muss mit Blick auf das zur Verfügung stehende Personal prüfen, wer in der Lage ist, den betreffenden Test nach einer entsprechenden Einweisung/Schulung durchzuführen. Dabei ist die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Tests zu berücksichtigen. Der Betreiber muss in einer Einzelfallbetrachtung weiterhin prüfen, ob eine bestimmte Person mit einer entsprechenden Einweisung für die Anwendung des betreffenden Tests ausreichend qualifiziert ist. Die Durchführung eines Schnelltests ist in der Regel unkompliziert. Wichtig ist, dass v. a. die Abläufe exakt eingehalten werden. Deshalb ist eine Person auszuwählen, die sich insbesondere durch Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Entschlossenheit auszeichnet.
Hinsichtlich der einzuhaltenden Arbeitsschutzmaßnahmen wird auf den Beschluss Nr. 6/2020 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) vom 8. Februar 2021 „Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2” verwiesen.

Wer führt Einweisungen in die Anwendung von PoC-Antigen-Schnelltests durch?

Die Schulung von Personal für die Abstriche bzw. Spucktests und für die sachgerechte Anwendung von Antigenschnelltests nach den Angaben des Schnelltest-Herstellers soll möglichst durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bzw. Betriebsärztinnen und -ärzte durchgeführt werden. Alternativ kann sogenanntes medizinisches Fachpersonal eingesetzt werden. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht näher definiert. Wichtig ist, dass dieses Personal die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse in der Durchführung von Nasen-Rachen-Abstrichen und in der Anwendung des jeweiligen Antigenschnelltests besitzt. Da Testsysteme je nach Hersteller unterschiedlich anzuwenden sein können, ist eine Test-bezogene Schulung notwendig.
Corona-Schnelltest-Schulungen bieten Organisationen wie zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz an. Die Schulung dauert je nach Anbieter 30 bis 60 Minuten. Für Schulungen kann man Haus- und Betriebsärzte oder die Gesundheitsämter ansprechen. Das Kursangebot des Deutschen Roten Kreuzes in NRW ist z. B. unter drk-nrw.de zu finden. Das Unternehmen muss dokumentieren, welcher Mitarbeiter durch wen, zu welchem Zeitpunkt und zu welchen Inhalten geschult wurde. Der Kurs sollte als „Sachkundeschulung – Durchführung von Corona-PoC-Antigen-Schnelltests inkl. Medizinprodukteschulung“ anerkannt sein.
Wie ist ein Antigenschnelltest zu gebrauchen? Beipackzettel von Antigenschnelltests enthalten Gebrauchs- und Präventionsinformationen. Dazu zählen Hinweise und Anweisungen zu den zu treffenden Maßnahmen bei positivem, negativem oder unklarem Ergebnis und zur Möglichkeit eines falsch positiven oder falsch negativen Ergebnisses.
Darüber hinaus weisen sie darauf hin, dass ohne vorherige Konsultation des Arztes keine medizinisch wichtigen Entscheidungen getroffen werden dürfen. Vielfach befindet sich auf der Verpackung oder dem Beipackzettel, evtl. auch auf der Homepage des Herstellers ein QR-Code, über den ein anschauliches Video über den Umgang mit dem Test aufgerufen werden kann.

Gibt es eine Meldepflicht für PoC-Antigen-Schnelltests zur professionellen Anwendung?

Ja, positive Ergebnisse von PoC-Antigenschnelltests sind meldepflichtig. Auch Personen, die in Schulen oder anderen Einrichtungen diese Tests bei anderen Personen anwenden, sind in die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz einbezogen. 
Sollte der Test danach positiv ausfallen, muss das Testergebnis dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. 
Zudem haben die Mitarbeiter im Falle eines positiven Testergebnisses den Arbeitgeber hierüber zu informieren, damit dieser seiner arbeitsrechtlichen Fürsorgepflicht zum Schutz der anderen Mitarbeiter vor Infektionen nachkommen kann.

Wo sind Selbsttests erhältlich?

Antigen-Tests, die zur Eigenanwendung durch Laien vorgesehen sind, sind von der Abgabebeschränkung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung befreit. Als sogenannte Selbsttests sind sie so konzipiert, dass sie durch einen Laien angewendet werden können. Sie sind zudem mit Beipackzetteln ausgestattet, die zur richtigen Anwendung anleiten. Beipackzettel informieren die Nutzer auch darüber, wie mit einem negativen, positiven oder unklaren Ergebnis umgegangen werden soll. Bei einem positiven Ergebnis ist eine Bestätigungsdiagnostik erforderlich.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die ersten Sonderzulassungen nach §11 Absatz 1 Medizinproduktegesetz von Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch Laien zum Nachweis von SARS-CoV-2 erteilt.
Supermärkte, Drogerien und Apotheken haben damit begonnen, solche Selbsttests zu verkaufen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht im Internet eine Liste zugelassener Selbsttests, die kontinuierlich aktualisiert wird.

Corona-Tests: IHK-Organisation führt Anbieter und Nachfrager zusammen

Die IHKs werden immer wieder nach Anbietern für Testmöglichkeiten gefragt. Über die Matchmaking-Plattform IHK ecoFinder bieten die IHKs ihren Mitgliedern ab sofort eine einfache Möglichkeit Anbieter von Corona-Tests zu finden. Im IHK-ecoFinder können sich Hersteller oder Händler von Corona-Tests mit dem Profil "Medizinische Schutzausrüstung/Virusnachweisverfahren" eintragen und Produkte finden.

Gibt es eine Meldepflicht bei einem positiven Selbsttest?

Ja. Personen, die ein positives Testergebnis eines Coronaselbsttests erhalten haben, sind verpflichtet, sich in einem Testzentrum oder bei der Hausärztin oder dem Hausarzt unverzüglich einem PCR-Test (Kontrolltest) zu unterziehen. Diese haben dabei vorab die Teststelle von dem positiven Selbsttest zu unterrichten. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses des Kontroll-tests müssen sich die Personen mit positivem Selbsttestergebnis bestmöglich absondern, un-mittelbare Kontakte zu anderen Personen, die nicht zwingend erforderlich sind, vermeiden und die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einhalten (vgl. § 13 der Coronatestverordnung NRW).

Sind Schnelltests in Unternehmen möglich?

PoC-Antigen-Schnelltests sind in bestimmten Einrichtungen (s. o.) möglich;  sie dürfen nur von eingewiesenen oder geschulten Personen angewandt werden. Das haben die Betreiber der Einrichtungen sicherzustellen.
Zwischenzeitlich sind zudem Selbsttests zur Eigenanwendung zugelassen und können von jedermann erworben und angewendet werden. 

Können Mitarbeiter zum Test verpflichtet werden? 

Zwar hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern. Dennoch können die Mitarbeiter nicht generell zu der Durchführung eines Schnelltest gezwungen werden. Vielmehr ist hier die Einwilligung der Mitarbeiter erforderlich. Dies gilt auch für die Eigenanwendung von Schnelltests. Etwas anderes kann sich gegebenenfalls aus einer bestehenden gesetzlichen Grundlage, wie beispielsweise für Medizinpersonal, oder aus einem konkreten Anlass, wie zum Beispiel einem Infektionsverdacht, ergeben.

Besteht hinsichtlich der Testdurchführung eine Mitbestimmungspflicht?

Ja, denn (auch die freiwillige) Testdurchführung im Betrieb stellt ein Ordnungsverhalten im Sinne von § 87 Abs. 1 Ziffer 1 BetrVG dar. 

Können die Mitarbeiter beim Betreten des Gebäudes zur Temperaturmessung durch eine Infrarot-Schleuse geschickt werden? 

Da bislang nicht eindeutig geklärt ist, ob das Vorhandensein von Fieber schlechthin als Indiz für eine Corona-Infektion gilt, sollte die Fiebermessung, wenn überhaupt, durch einen Betriebsarzt erfolgen. Dieser ist an die ärztliche Schweigepflicht gebunden.

Kann von den Kunden die Vorlage eines negativen Tests verlangt werden?

Aufgrund des bestehenden Hausrechts und der grundsätzlich bestehenden Vertragsfreiheit ist dies grundsätzlich möglich.

Kann bei den Kunden am Ladeneingang Fieber gemessen werden? 

Eine Entscheidung zu dieser Frage steht bislang noch aus. Da beim Scannen die Speicherung der Daten automatisch erfolgt, werden mit der Fiebermessung auch personengebundene Daten gespeichert. Deshalb ist auch hier Vorsicht geboten. 

Was ist datenschutzrechtlich zu beachten?

Da die Informationen zur Gesundheit besonders sensible Daten sind, stellt sich die Frage, ob und wie personenbezogene Daten von Mitarbeitern sowie Gästen und Besuchern bei im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehenden Maßnahmen verarbeitet werden können.  Informationen dazu befinden sich auf den Seiten des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

Impfen in NRW – Weiterer Impffahrplan

Seit dem 6. Mai können folgende Personengruppen über die Terminbuchungsportale der Kassenärtlichen Vereinigungen einen Impftermin in einem Impfzentrum buchen. Dies gilt für folgende Personengruppen (Priorisierungsgruppe 3):
  • Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren
  • Eltern von schwer erkrankten Minderjährigen
  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten (Dazu zählen grundsätzlich alle im Verkauf Beschäftigten inkl. der Teilzeitbeschäftigten, Auszubildenden oder Minijobber) – mit Nachweis Arbeitgeberbescheinigung als Nachweis des Anspruchs auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2
  • Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Beschäftigte an weiterführenden Schulen
  • Beschäftigte im Justizvollzug mit Gefangenenkontakten
  • Gerichtsvollzieherinnen und -vollzieher
  • Beschäftigte in den Servicebereichen der Gerichte und Justizbehörden, Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte
  • Beschäftigte im Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz
Weitere Informationen dazu gibt es hier: Weiterer Impffahrplan NRW

(Stand 6.Mai 2021)

#Wirtschaftimpft

Die Wirtschaft engagiert sich mit Ihren Betriebsärzten! Machen Sie mit – ab Juni geht's los! Weitere Infos dazu gibt es hier: https://www.wirtschafttestetgegencorona.de/

Besteht eine Impf-Pflicht für Arbeitnehmer?

Nein, eine gesetzliche Impfpflicht gibt es laut geltender Coronavirus-Impfverordnung nicht. Demnach können die Mitarbeiter in der Regel auch nicht durch eine arbeitsrechtliche Weisung zur Impfung verpflichtet werden. Zudem dürfen auch an die Nicht-Impfung keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen wie Abmahnungen und Kündigungen geknüpft werden. 

Wird die Impfzeit als Arbeitszeit gewertet und demnach vergütet?

Da die Impfung grundsätzlich nur mit der Einwilligung der Mitarbeiter, also freiwillig, erfolgen kann, müssen sich die Mitarbeiter bemühen, den Impftermin während ihrer Freizeit wahrzunehmen. Eine Vergütungspflicht entfällt somit. Da die Impfung auch nicht als krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit zu werten ist, finden die Grundsätze der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ebenfalls keine Anwendung. Im Interesse einer hohen Impfbereitschaft in der Belegschaft empfiehlt sich allerdings die Überlegung, ob kulante Regelungen umgesetzt werden können.  

Weitere FAQ zu Corona-Tests

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) informiert auf der Internetseite FAQ zu Corona-Tests über praktische Aspekte des Testens im Betrieb und fortlaufend auch über die sich aktuell rasch ändernden Regelungen.