Außerordentliche Wirtschaftshilfe

Außerordentliche Wirtschaftshilfe

In der gemeinsamen Ministerpräsidentenkonferenz am 28.10. wurde eine Außerordentliche Wirtschaftshilfe für direkt und indirekt von den Maßnahmen des Lockdowns betroffenen Unternehmen beschlossen. Nachfolgend der aktuell feststehende Rahmen dieser Bundeshilfe:

IHK-Hotline

Corona-Hotline der IHK Lippe: 05231 / 7601-94

Zum Antragsverfahren

Die Anträge zur Novemberhilfe können seit dem 25. November 2020 gestellt werden, seit dem 23. Dezember auch für die Dezemberhilfe.
Hier geht es zur Hilfe: Außerordentlichen Wirtschaftshilfe

Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Was sind die Hilfen?

Die November- und die Dezemberhilfe sind außerordentliche Wirtschaftshilfen des Bundes für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen geschlossen wurde. Sie wird in Form einer einmaligen Kostenpauschale gezahlt.

Wer erhält die Hilfen?

  • Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses der Minister-Präsidenten-Konferenz (MPK) vom 28. Oktober 2020 und 25. November 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen).
  • Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen).
  • Antragsberechtigt sind auch Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Unternehmen müssen zweifelfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 und 6 des vorgenannten Beschlusses einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent im November 2020 erleiden.
  • Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.

Wie hoch sind die Hilfen?

Es werden Zuschüsse pro Woche in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019 gezahlt. Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleich der Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.
Andere Leistungen für den Förderzeitraum wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld werden angerechnet.
Umsätze von mehr als 25 Prozent bei Lieferdiensten werden auf die Umsatzerstattung angerechnet. Für Restaurants wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 mit vollem Mehrwertsteuersatz begrenzt. Damit werden Außerhausverkaufsumsätze mit reduziertem Mehrwertsteuersatz herausgerechnet. Im Gegenzug werden die Außerhausverkaufsumsätze während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.

Wann und wie kann ich die Hilfen beantragen?

Die Anträge müssen elektronisch über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte gestellt werden. Die Antragsstellung erfolgt über die Überbrückungshilfe-Plattform.
Soloselbstständige sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein. Allerdings dürfen sie bisher keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Dann läuft das Verfahren weiter über die steuerberatenden Berufe bzw. die Rechtsanwälte. Voraussetzung für den Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Informationen dazu finden Sie im ELSTER-Portal.

Antragsfristen

Die Antragsfristen sind verlängert worden – Anträge können bis zum 30. April 2021 gestellt werden.

Wie finde ich einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt?

Die berufsständischen Kammern und Verbände der Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer bieten auf ihren Homepages Suchservices an:
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Welche anderen Hilfen gibt es?

Bis zum 31. März 2021 kann die Überbrückungshilfe II für die Monate September bis Dezember 2020 beantragt werden.
Unternehmen können über die Hausbanken Förderkredite der Landesförderbank (NRW.BANK) oder der KfW beantragen. Sicherheiten stellt darüber hinaus die Bürgschaftsbank NRW zur Verfügung.

Weitere Informationen

Aktuelle Förderprogramme