Liquiditätshilfen der Finanzverwaltung

Liquiditätshilfen der Finanzverwaltung

Die Finanzverwaltung NRW kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag entgegen mit
  • zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer)
  • der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuern)
  • Herabsetzung der Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen auf null (Umsatzsteuer)
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
  • Auszahlung steuerfreier Arbeitgeberzuschüsse (Lohnsteuer, 1.500-Euro-Bonus)
  • Vereinfachte Verlustrechnung
Für die entsprechenden Anträge stehen Vordruck zur Verfügung.
Eine FAQ-Liste gibt einen Überblick über die näheren Einzelheiten. Die Ausführungen gelten als allgemeine Hinweise. Die Entscheidung im Einzelfall obliegt daher nach wie vor den Finanzbehörden vor Ort.

Fristen für steuerliche Liquiditätshilfen werden verlängert

Das Bundesministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 7. Dezember 2021 ein weiteres Mal die Frist für Anträge auf vereinfachte Steuerstundungen für Unternehmen, die von den pandemiebedingten Einschränkungen betroffen sind, bis Ende Januar 2022 verlängert. Diese Stundungen können dann bis Ende März 2022 erfolgen.
Wie auch schon bisher können nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich Betroffene bis zum 31. Januar 2022 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zum 31. Januar 2022 fälligen Steuern stellen. Die Stundungen werden längstens bis zum 31. März 2022 gewährt.
Gleiches gilt auch für bereits laufende Vollstreckungsmaßnahmen der Finanzämter.
Bis zum 30. Juni 2022 können die betroffenen Unternehmen unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer der Jahre 2021 und 2022 stellen. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen sollen keine strengen Anforderungen gestellt werden.