IHK-Initiative Teamtausch

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IHK-Initiative “TeamTausch” bringt Unternehmen zusammen

Der Aachener IT-Spezialist INFORM und die Industrie- und Handelskammern in Deutschland betreiben die kostenfreie Online-Plattform TeamTausch. Diese Plattform ist eine kostenfreie Vermittlungsmöglichkeit, arbeitsrechtliche Fragen müssen die Unternehmen selbstständig klären.
Unter teamtausch.de können sich Unternehmer schnell und unkompliziert unterstützen, indem sie ein akutes Problem der Corona-Pandemie gemeinsam beheben: die derzeitige Über- oder Unterlast an Arbeit.
  • Wer jetzt dringend personelle Unterstützung benötigt, kann via TeamTausch Unternehmer kontaktieren, die ihre Mitarbeiter kurzfristig entleihen können.

Warum TeamTausch?

“In Zeiten der Corona-Pandemie hat sich der Personalbedarf in der Wirtschaft dramatisch verschoben. Während viele Unternehmer ihre Belegschaft in Kurzarbeit schicken müssen, haben andere Mühe, der steigenden Nachfrage nach ihren Produkten oder Dienstleistungen gerecht zu werden, weil ihnen schlichtweg kurzfristig benötigte Arbeitskräfte fehlen.“
– Axel Martens, Hauptgeschäftsführer IHK Lippe
An dieser Stelle setzt TeamTausch an: Unternehmen mit derzeit geringem Arbeitsaufkommen geben an, wie viele Arbeitskräfte sie temporär entleihen können. Betriebe, die im Zuge der Corona-Pandemie hingegen personelle Unterstützung benötigen, veröffentlichen unter teamtausch.de, wie viele Mitarbeiter sie für welche Tätigkeiten suchen.
  • Passen Angebot und Nachfrage zusammen, kontaktieren sich die Unternehmer direkt und klären untereinander die Details der Personalüberlassung.
  • Durch TeamTausch entsteht so ein digitales Angebot, mit dem Unternehmen auf Basis der gesetzlichen Grundlage ihre akuten Personalüberhänge und -engpässe untereinander ausgleichen können.
  • TeamTausch ist ein gänzlich nicht-kommerzielles Projekt für Unternehmer, das die Software-Experten von INFORM gemeinsam mit den IHKs auf den Weg gebracht haben.
  • Die Nutzung der Online-Plattform erfordert eine kostenfreie Registrierung.

Was ist zu beachten?

Bei einer Personalüberlassung bleibt das Arbeitsverhältnis zwischen dem verleihenden Unternehmen und dem Arbeitnehmer bestehen. Der Arbeitnehmer wird jedoch in die Arbeitsorganisation des entleihenden Unternehmens eingegliedert und unterliegt dessen Weisungen. In der Regel bedarf es dazu einer Erlaubnis der zuständigen Agentur für Arbeit. Jedoch gibt es Ausnahmen von der Erlaubnispflicht.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt dazu wie folgt Auskunft:
Wenn Sie gelegentlich wegen der aktuellen Corona-Krise eigene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anderen Unternehmen, die einen akuten Arbeitskräftemangel (z. B. in der landwirtschaftlichen Erzeugung und Verarbeitung, in der Lebensmittellogistik oder im Gesundheitswesen) haben, überlassen wollen, können Sie dies ausnahmsweise auch ohne eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) tun. Voraussetzung hierfür ist, dass
  • die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Überlassung zugestimmt haben,
  • Sie nicht beabsichtigen, dauerhaft als Arbeitnehmerüberlasser tätig zu sein und
  • die einzelne Überlassung zeitlich begrenzt auf die aktuelle Krisensituation erfolgt.
Die gesetzliche Regelung hierzu finden Sie in § 1 Absatz 3 Nummer 2a AÜG. Angesichts der besonderen Bedeutung derartiger Einsätze ist es sachgerecht und dem unionsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz entsprechend, wenn die eingesetzten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit den Stammbeschäftigten im Einsatzbetrieb gleichgestellt werden.
Grundsätzlich nicht erlaubt ist die Überlassung von Arbeitskräften an Unternehmen des Baugewerbes für Tätigkeiten, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden.