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Newsletter Umwelt, Energie und Arbeitsschutz

Guten Tag,

in unserem Newsletter "Umwelt / Energie / Arbeitsschutz" informieren wir Sie monatlich aktuell aus folgenden Themenbereichen:

- Editorial
- Aktuelles und Veranstaltungen aus OWL
- Umwelt (Politik, Recht, Studien, IHK-Positionen)
- Energie und Rohstoffe (Politik, Recht, Studien, IHK-Positionen)
- Arbeitsschutz

Der Newsletter richtet sich an Unternehmen (Geschäftsführer und Mitarbeiter aus den Bereichen Umwelt, Energie, Arbeitsschutz), Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Verwaltungen.

Viel Spaß beim Lesen!


Inhalte dieser Ausgabe:


Editorial
Ist jedes Unternehmen ein Stromlieferant?

Aktuelles und Veranstaltungen aus OWL
IHK-Vergleich: Stromnetzentgelte in Lippe deutlich gestiegen
Energie-Scouts: OWL-Team gewinnt Sonderpreis im Bundeswettbewerb
Veranstaltungen im Herbst: Jetzt schon vormerken

Umwelt
Merkblatt "Neue Anlagenverordnung: Und jetzt?"
Richtlinie überarbeitet: Zuschüsse für industrielle Abwasserbehandlung
Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz weitet Einspruchsmöglichkeiten aus
EU-Parlament fordert verlängerte Lebensdauer von Produkten
REACH: 12 weitere Stoffe werden zulassungspflichtig
Neue Regelung für Weichmacher in Spielzeugen
China beschwert sich: ISPM 15 für Verpackungsholz vielfach nicht eingehalten
Arbeitshilfe zur Rückführungspflicht von IED-Anlagen
Neues Sensorsystem für gute Luft in Innenräumen
IHK Recyclingbörse: Angebote und Nachfragen aus Lippe

Energie und Rohstoffe
Merkblatt zur Meldepflicht im Marktstammdatenregister: Viele Unternehmen sind "Energielieferanten"
Bundesrat: Änderung der Ladesäulenverordnung beschlossen
Studie: Ziele und Strategien für die zweite Phase der Energiewende bis 2030
BMWi veröffentlicht Handlungsempfehlungen für die Zukunft: Abgaben- und Umlagensystem auf dem Prüfstand?
BMWi legt Ergebnispapier "Strom 2030" vor
Wie sind Naturschutz und Energiewende gemeinsam realisierbar?
Energieeffizienz nach 2020: EU-Mitgliedsstaaten legen ihre Verhandlungspositionen fest
Siebte Photovoltaik-Auktion endet mit Preisrutsch
Erneuerbare Energien: EP-Berichterstatter will präzisere Regeln für öffentliche Förderung
Industrie 4.0 für Ressourceneffizienz einsetzen

Arbeitsschutz
Leitfaden der BAuA: Geräuschemissionen korrekt angeben
BAuA-Kompaktbericht: Wie wohl fühlen sich deutsche Arbeitnehmer?
BAuA: Head-Mounted Displays sicher und beanspruchungsoptimal einsetzen
Regeln für Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gefahrstoffe geändert
Editorial

Ist jedes Unternehmen ein Stromlieferant?

Unternehmen in Deutschland sind es inzwischen gewohnt, bürokratische Lasten zu schultern. Das gilt ganz besonders im Energiebereich. Am 3. Juli 2017 wird noch einmal draufgesattelt: Grund ist das sogenannte Marktstammdatenregister, das in Kürze alle Betreiber von Stromerzeugungsanlagen, Netzen und Speichern sowie alle Stromlieferanten zentral bei der Bundesnetzagentur erfassen soll. Während es offiziell Ziel der Politik ist, Unternehmen von Bürokratie zu entlasten, wird bei Stromlieferungen massiv Bürokratie aufgebaut. Was in der Überschrift wie ein schlechter Scherz klingt, wird für viele Unternehmen nun aber bittere Realität.

Unternehmen als Stromlieferanten wider Willen

Stromlieferant ist ein Unternehmen nach Auffassung der Bundesnetzagentur immer dann, wenn es Strom an einen sogenannten Letztverbraucher liefert. Einen solchen Letztverbraucher kennzeichnet, dass er entscheidet, wann er z. B. eine Maschine anschaltet und, dass er das entsprechende wirtschaftliche Risiko trägt. Dabei spielt es im Übrigen keine Rolle, ob die Lieferung entgeltlich oder unentgeltlich erfolgt. Statt Tausend Energieversorgern gibt es aufgrund dieser weiten Definition auf einmal Zehntausende – mit der Folge, dass viele Unternehmen zusätzlich meldepflichtig werden.

Welche Fälle sind in der Praxis von der Meldepflicht betroffen?

Wird Strom von einem Unternehmen beispielsweise an die ausgelagerte Kantine weitergeleitet, bestimmt deren Personal eigenverantwortlich, wann der Herd eingeschaltet wird. Zudem trägt der Kantinenbetreiber das wirtschaftliche Risiko, wenn er etwa wegen defekter Geräte kein warmes Essen anbieten kann und ihm dadurch Einnahmen entgehen. Die Kantine im eigenen Haus ist damit Letztverbraucher und das Unternehmen Stromlieferant mit Meldepflicht.

Auch zeitweise Stromlieferungen fallen unter die Meldepflicht: Errichtet eine Baufirma eine neue Fabrikhalle und bezieht für einige Monate Strom vom Auftraggeber, muss sich dieser im Register eintragen. In diesem Fall übt die Baufirma die Herrschaft über die Geräte (Bohrmaschinen etc.) aus; sie bestimmt eigenverantwortlich deren Einsatz und trägt das wirtschaftliche Risiko. Grundsätzlich muss auch jede Änderung des eigenen Status gemeldet werden. Das heißt: Nach Abschluss der Arbeiten ist die Firma verpflichtet, mitzuteilen, dass sie nun kein Stromlieferant mehr ist.

Die Stromlieferung an einen Getränkeautomaten einer Drittfirma muss übrigens nicht gemeldet werden. Eigenständig über das Betriebsmittel kann die Drittfirma nicht bestimmen, so dass kein Letztverbrauch vorliegt. Eine Bagatellgrenze für Stromlieferungen gibt es aber nicht. Die Bundesnetzagentur spricht nur von geringfügigen Strommengen, die nicht gemeldet werden müssen. Der DIHK hat in einem Merkblatt weitere Beispielfälle zusammengestellt.

Bagatellgrenze einführen, um Meldeflut einzudämmen

Aufgrund dieser Meldeflut und der Belastung der Unternehmen rät der DIHK dringend, in der Markstammdatenregisterverordnung eine Bagatellgrenze für die Meldepflicht einzuführen. Bei einer Grenze von 1.000.000 kWh fielen viele Fälle wie temporäre Verbräuche oder Lieferungen an Kantinen weg. Solange es eine solche Grenze aber nicht gibt, bleibt den Unternehmen nur übrig, in den sauren Apfel zu beißen und sich ab Juli zu registrieren. Andernfalls droht leider tatsächlich ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Im Übrigen hat sich die Bundesnetzagentur bisher nicht zu Gaslieferungen geäußert. Solange dieser Punkt nicht geklärt ist, empfiehlt der DIHK, sich in mit Strom vergleichbaren Fällen ins Register einzutragen.

(Autor: Dr. Sebastian Bolay, DIHK)


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Aktuelles und Veranstaltungen aus OWL

IHK-Vergleich: Stromnetzentgelte in Lippe deutlich gestiegen

Die meisten Netzbetreiber in und um Lippe haben ihre Netzentgelte für Strom gegenüber dem Vorjahr drastisch erhöht. Auslöser ist insbesondere der Anstieg der Entgelte des Übertragungsnetzbetreibers Tennet um knapp 80 Prozent. Die Unternehmen in Lippe zahlen damit auf der Mittelspannungsebene erstmals deutlich mehr als Unternehmen im Bundes- und Landesschnitt (4,55 Cent pro Kilowattstunde gegenüber 3,20 Cent/kWh in NRW und 3,83 Cent/kWh im Bund). Das ist ein Ergebnis des aktuellen Vergleichs der Stromnetzentgelte der IHK.

Die IHK Lippe begrüßt den ab 2019 geplanten bundesweiten Ausgleich der Kosten der Übertragungsnetze ausdrücklich, den das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) vorsieht.

Für Ihren Vergleich hat die IHK Lippe verschiedene Abnahmefälle von Sondervertragskunden auf Niederspannungs- bzw. Mittelspannungsebene betrachtet.

(Quelle IHK Lippe)

Weitere Informationen
Bild: IHK-Vergleich: Stromnetzentgelte in Lippe deutlich gestiegen
Lippe-Karte: Abnahmefälle auf Mittelspannungsebene (Bild: IHK Lippe)

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Energie-Scouts: OWL-Team gewinnt Sonderpreis im Bundeswettbewerb

Ende Juni hat das Azubi-Team von ARI Armaturen Albert Richter GmbH & Co. KG aus Schloß Holte-Stukenbrock bei der Bestenehrung der Energie-Scouts des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin den Sonderpreis "Ressourceneffizienz" gewonnen. Mitgereist waren auch die beiden im OWL-Wettbewerb 2016 erfolgreichen Teams von Benteler aus Paderborn und Jokisch aus Oerlinghausen.

Der diesjährige OWL-Wettbewerb läuft noch bis zum 8. September. Die Preisverleihung findet am 21. November 2017 statt. Auch 2018 wird das Projekt der beiden Industrie- und Handelskammern in OWL fortgeführt.

(Quelle DIHK, IHK Lippe)

Pressemeldung
Bild: Energie-Scouts: OWL-Team gewinnt Sonderpreis im Bundeswettbewerb
Das erfolgreiche Team von ARI freut sich über die Urkunden aus den Händen von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks: (v.l.) Lukas Fockel, Dominik Förster, Marcel Neugebauer, Thiemo Werner (Foto: DIHK)

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Veranstaltungen im Herbst: Jetzt schon vormerken

Umwelt aktuell: Die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)
Termin:
29. August 2017, 15:00 bis 17:00 Uhr
Ort:
IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

Umwelt aktuell: Das neue Stoffrecht in der betrieblichen Praxis
Termin: 28. September 2017, 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort: IHK Lippe zu Detmold

Arbeitskreis Energie OWL: Energiedatenerfassung und neues Lichtkonzept
Termin:
5.Oktober 2017, 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort:
Rietbergwerke, Rietberg

Umwelt aktuell: Die neue Gewerbeabfallverordnung
Termin: 11. Oktober 2017, 10:00 bis 12:00 Uhr
Ort: IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

Preisverleihung Energie-Scouts OWL und Energieforum OWL 2017
Termin: 21. November 2017, 10:30 bis 17:30 Uhr
Ort: IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

Anmeldung
Bild: Veranstaltungen im Herbst: Jetzt schon vormerken
(Bild: bdStudios / iStock)

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Umwelt

Merkblatt "Neue Anlagenverordnung: Und jetzt?"

Am 1. August 2017 tritt die bundesweite Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) vollständig in Kraft und löst die 16 bisher unterschiedlichen Landesverordnungen ab. Was das für die Betreiber der betroffenen Industrie-, Lager- oder Umschlagsanlagen bedeutet, wird in einem Merkblatt dargestellt.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: Merkblatt "Neue Anlagenverordnung: Und jetzt?"
(Bild: iStockphoto / thinkstockphotos)

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Richtlinie überarbeitet: Zuschüsse für industrielle Abwasserbehandlung

Die Richtlinie über Zuwendungen für eine "Ressourceneffiziente Abwasserbeseitigung NRW II" ist im Frühjahr vom NRW-Umweltministerium veröffentlicht worden. Industrie- und Gewerbebetriebe erhalten für Investitionen in die Vermeidung oder wesentliche Verringerung des Abwasseranfalls sowie des Stoffeintrags oder in die Hygienisierung des Abwasser bis zu 30 bzw. 50 Prozent Zuschüsse.

Die Finanzierungsberatung der Effizienzagentur NRW (efa) bietet Unternehmen Unterstützung bei der Antragstellung.

(Quelle efa NRW)

Weitere Informationen
Bild: Richtlinie überarbeitet: Zuschüsse für industrielle Abwasserbehandlung
(Bild: Marian Vejcik / iStock)

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Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz weitet Einspruchsmöglichkeiten aus

Das Gesetz zur Anpassung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes ist in Kraft getreten. Das Recht zur Umweltverbandsklage wird auf Pläne ausgedehnt, bei denen eine Pflicht zur Durchführung einer strategischen Umweltprüfung bestehen kann. Betroffen sind auch Verwaltungsakte, bei denen umweltrechtliche Vorschriften Anwendung finden. Dazu zählen die Zulassung und die Überwachung von Industrieanlagen, die unter die UVP- oder IED-Richtlinie fallen. Die Präklusion ist abgeschafft worden. Umweltverbände können so bis zu einem Jahr nach Entscheidungen noch Widerspruch oder Klage einreichen.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz weitet Einspruchsmöglichkeiten aus
(Bild: Sandor Jackal / Fotolia)

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EU-Parlament fordert verlängerte Lebensdauer von Produkten

Das Europäische Parlament hat in einem Bericht an die EU-Kommission einen Katalog von Maßnahmen zur verlängerten Lebensdauer von Produkten vorgeschlagen, die zahlreiche neue Pflichten für Hersteller, Importeure und den Handel nach sich ziehen könnten. Dabei geht es beispielsweise um Reparaturfähigkeit, Information und Kennzeichnung sowie Gewährleistungsregelungen. Am 4. Juli hat das EU-Parlament dem Bericht mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Entschließung des Parlaments ist unverbindlich.

(Quelle DIHK)

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REACH: 12 weitere Stoffe werden zulassungspflichtig

Die EU-Kommission hat zwölf weitere besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) in den Anhang XIV (Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe) der REACH-Verordnung aufgenommen. Die Verordnung (EU) 2017/999 ist im EU-Amtsblatt veröffentlicht.

Ab bestimmten Stichdaten in 2020 und 2021 dürfen viele dieser Stoffe nur noch nach erfolgreicher Zulassung verwendet werden.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: REACH: 12 weitere Stoffe werden zulassungspflichtig
(Bild: Chemie Baden-Württemberg)

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Neue Regelung für Weichmacher in Spielzeugen

Der Anhang II der Spielzeug-Richtlinie ist durch die Richtlinie (EU) 2017/898 geändert worden. Künftig dürfen Spielzeuge nur noch 0,04 mg/l Bisphenol A (BPA) enthalten. Hintergrund für die Reduktion von BPA ist seine hormonähnliche Wirkung. Der Stoff wird u. a. verdächtigt, fortpflanzungsschädigend zu wirken. Bis zum 25. November 2018 sind die Mitgliedstaaten aufgefordert, die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu erlassen und zu veröffentlichen.

(Quelle DIHK)

Richtlinie (EU) 2017/898
Bild: Neue Regelung für Weichmacher in Spielzeugen
(Bild: Tanja Bagusat / Fotolia)

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China beschwert sich: ISPM 15 für Verpackungsholz vielfach nicht eingehalten

Der chinesische Pflanzenschutzdienst hat die EU-Kommission darüber informiert, dass im zweiten Halbjahr 2016 bei insgesamt 219 Einfuhren aus Deutschland festgestellt wurde, dass der Internationale Standard Phytosanitäre Maßnahmen für Verpackungsholz (ISPM 15) nicht erfüllt war. Ziel des ISPM 15 ist es, das Risiko der Verschleppung von Schadorganismen durch Verpackungsholz zu mindern. Die Anforderungen des ISPM 15 gelten nur für die Einfuhr aus und die Ausfuhr in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU).

Die Nichteinhaltung der ISPM 15 kann Bußgelder, Nachbehandlungskosten bzw. Importverbote nach sich ziehen.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: China beschwert sich: ISPM 15 für Verpackungsholz vielfach nicht eingehalten
Muster einer Kennzeichnung

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Arbeitshilfe zur Rückführungspflicht von IED-Anlagen

Die Bundes/Länder-Arbeitsgemeinschaften für Boden (LABO), Immissionsschutz (LAI) und Wasser (LAWA) haben eine Arbeitshilfe zur Rückführungspflicht nach Industrieemissions-Richtlinie (IE-Richtlinie) veröffentlicht. Sie legt die in § 5 Absatz 4 BImSchG verankerte Pflicht zur Rückführung des Grundstücks einer IED-Anlage in den Ausgangszustand, nachdem der Betriebs eingestellt worden ist. Sie wurde als Anlage 2 in die bestehende Arbeitshilfe aufgenommen und vervollständigt die Auslegung der IED-Richtlinie in Deutschland.

(Quelle DIHK)

Arbeitshilfe (LAI)

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Neues Sensorsystem für gute Luft in Innenräumen

Ein Sensorsystem, das kleinste Spuren von Luftschadstoffen zuverlässig aufspürt, haben Messtechniker der Universität des Saarlandes mit internationalen Partnern im Projekt "SENSIndoor" entwickelt. Das kostengünstige System ermöglicht, Gebäude automatisch zu lüften, wenn die Schadstoffkonzentration zu hoch ist, und halbiert zugleich den Energieverbrauch des Gebäudes. Die Technologie wird aktuell von einem Partnerunternehmen zur vollständigen Marktreife entwickelt. Hierzu werden noch Kooperationspartner für verschiedene Produktentwicklungen gesucht.

(Quelle idw-online)

Weitere Informationen
Bild: Neues Sensorsystem für gute Luft in Innenräumen
Professor Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes forscht mit internationalen Wissenschaftlern an Gassensorsystemen (Foto: Oliver Dietze)

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IHK Recyclingbörse: Angebote und Nachfragen aus Lippe

2016 suchten über 35.000 Unternehmen in der IHK-Recyclingbörse nach recyclingfähigem Material. In den derzeit 790 Inseraten werden alle gängigen Stoff- und Produktgruppen gehandelt. "Renner" sind Kunststoffe, Metalle, Verpackungen und Chemikalien.

(Quelle: DIHK)

Aktuelle Angebote und Nachfragen aus Lippe
Bild: IHK Recyclingbörse: Angebote und Nachfragen aus Lippe
(Bild: djama/Fotolia.de)

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Energie und Rohstoffe

Merkblatt zur Meldepflicht im Marktstammdatenregister: Viele Unternehmen sind "Energielieferanten"

Der für den 1. Juli 2017 vorgesehene Start des neuen "Marktstammdatenregisters" verzögert sich voraussichtlich bis zum Herbst 2017. Lediglich Netzbetreiber können bereits an das Register melden. Die Meldepflicht besteht u.a. für Lieferanten, Erzeuger, Netzbetreiber und Speicher sowohl im Strom- als auch im Gasbereich.

Von der neuen Meldepflicht sind sehr viel mehr Unternehmen betroffen als ursprünglich gedacht. Denn die Defintion eines Stromlieferanten ist weit fasst: Meldepflichtig wird z.B.

  • die "Lieferung" an verbundene Unternehmen an einem Standort,
  • die "Lieferung" an Dritte am eigenen Standort (z.B. an Kantinenbetreiber) oder
  • die vorübergehende "Lieferung" an Dritte durch Baustellen am Standort.

Wer seine Daten in das Register eintragen muss und wer als Stromlieferant gilt, erklärt der DIHK in einem Merkblatt.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen und Merkblatt
Bild: Merkblatt zur Meldepflicht im Marktstammdatenregister: Viele Unternehmen sind "Energielieferanten"
(Bild: photobar / Fotolia)

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Bundesrat: Änderung der Ladesäulenverordnung beschlossen

Der Bundesrat hat der Änderung der Ladesäulenverordnung zugestimmt. Betreiber öffentlicher Ladepunkte müssen ein sogenanntes punktuelles Laden ohne Vertrag, z. B. über Bar- oder Kartenzahlung ermöglichen. Ausgenommen davon werden Ladepunkte mit weniger als 3,7 kW Ladeleistung, einschließlich Ladepunkten in Lichtmasten.

Diese erste Änderung der Verordnung aus dem Jahr 2016 ergänzt Standards hinsichtlich Authentifizierung, Zugänglichkeit und Abrechnung an der Ladesäule. Die Verordnung setzt einen Teil der EU-Richtlinie über den Aufbau von Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFID) um.

(Quelle DIHK)

Bundesrats-Drucksache 256/17
Bild: Bundesrat: Änderung der Ladesäulenverordnung beschlossen
(Bild: m-imagephotography / iStock)

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Studie: Ziele und Strategien für die zweite Phase der Energiewende bis 2030

Der "Think Tank" Agora Energiewende hat im Juni konkrete Ziele und Strategien für die zweite Phase der Energiewende veröffentlicht. In der Publikation „Energiewende 2030 – The Big Picture“ wird beschrieben, wie

  • Deutschland sein Klimaschutzziel für 2030 (Minderung der Treibhausgase um 55 Prozent gegenüber 1990) erreicht,
  • gleichzeitig die Versorgungssicherheit mit Energie gewahrt wird und
  • Energie sowohl für Verbraucher und Industrie bezahlbar bleibt.

Dabei werden erstmals konkrete energiepolitische Zielvorgaben zu Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit, Erneuerbare Energien und Effizienz aller drei Energiesektoren – Strom, Wärme, Verkehr – vorgeschlagen.

(Quelle Agora Energiewende)

Weitere Informationen
Bild: Studie: Ziele und Strategien für die zweite Phase der Energiewende bis 2030
(Bild: Agora Energiewende)

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BMWi veröffentlicht Handlungsempfehlungen für die Zukunft: Abgaben- und Umlagensystem auf dem Prüfstand?

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat die Ergebnisberichte zu den Konsultationen für das Grünbuch Energieeffizienz veröffentlicht. In seinen Handlungsempfehlungen zum Grünbuch Energieeffizienz bestätigt das BMWi den Ansatz "Efficiency First". Um die Energieeffizienz zu steigern und eine bessere Sektorkopplung zu erreichen, sieht das BMWi u.a. die Notwendigkeit, das Abgaben- und Umlagesystem im Energiebereich auf den Prüfstand zu stellen.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: BMWi veröffentlicht Handlungsempfehlungen für die Zukunft: Abgaben- und Umlagensystem auf dem Prüfstand?
(Bild: BMWi)

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BMWi legt Ergebnispapier "Strom 2030" vor

Im September 2016 hatte des Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Impulspapier "Strom2030" zwölf langfristige Trends für die Energiewende im Strombereich beschrieben und damit einen Diskussionsprozess zur künftigen Rolle des Strombereichs für die Energiewende eröffnet. Nun hat das BMWi das Ergebnispapier "Strom 2030" vorgelegt.

Die wesentlichen Ansatzpunkte sind nach Auffassung des BMWi die Sektorenkopplung, die Flexibilisierung des Stromsystems, der Netzausbau, die Vollendung des europäischen Strombinnenmarktes und eine gemeinsame europäische Bewertung der Versorgungssicherheit.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: BMWi legt Ergebnispapier "Strom 2030" vor
(Bild: BMWi)

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Wie sind Naturschutz und Energiewende gemeinsam realisierbar?

Das Bundesumweltministerium (BMUB) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) haben ein Fünf-Punkte-Programm vorgestellt, um eine komplett erneuerbare Energieversorgung naturverträglich zu ermöglichen. Besonders hervorgehoben wurde das Kriterium der Energieeffizienz und der Ausbau gebäudenaher Anlagen (PV auf Dächern und Fassaden, Wärmepumpen etc.).

(Quelle DIHK)

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Bild: Wie sind Naturschutz und Energiewende gemeinsam realisierbar?
(Foto: IHK Lippe)

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Energieeffizienz nach 2020: EU-Mitgliedsstaaten legen ihre Verhandlungspositionen fest

Die 28 EU-Mitgliedsstaaten haben sich beim Treffen der Energieminister in Luxemburg auf gemeinsame Positionen zur Reform der Richtlinien zur Energieeffizienz und zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden geeinigt. Die "allgemeinen Ausrichtungen" dienen als Richtschnur für die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament.

Die geplanten Reformen der EU-Kommisson zielen z. B. darauf ab, die Staaten zu verbindlichen Energieeffizienzzielen zu verpflichten, die Gesamteffizienz zu steigern oder neue Pflichten wie den Bau von Ladesäulen bei Bauvorhaben einzuführen.

Der Ministerrat hat diese Anforderungen in vielen Punkten abgemildert. Der DIHK begrüßt dies in den meisten Punkten.

(Quelle DIHK)

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Siebte Photovoltaik-Auktion endet mit Preisrutsch

Auch die siebte Auktionsrunde für Photovoltaikanlagen (PV) brachte einen weiteren deutlichen Rückgang des Zuschlagswerts auf 5,66 Cent/kWh nach 6,58 Cent/kWh in der sechsten Runde. Das höchste bezuschlagte Gebot von 5,9 Cent/kWh lag unter dem niedrigsten Gebot der letzten Runde. Neben gesunkenen Modulpreisen war vor allem die erstmalige Teilnahme von Ackerflächen an der Ausschreibungsrunde entscheidend. Insgesamt wurden 133 Gebote mit zusammen 646 MW eingereicht. Auch diese Runde war damit deutlich überzeichnet.

(Quelle DIHK)

Erteilte Zuschläge (Bundesnetzagentur)
Bild: Siebte Photovoltaik-Auktion endet mit Preisrutsch
Ausschreibungen senken die Strompreise bei Erneuerbare Energien (Bild: BMWi)

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Erneuerbare Energien: EP-Berichterstatter will präzisere Regeln für öffentliche Förderung

In seinem Berichtsentwurf schlägt der im Industrieausschuss des Europaparlaments federführende Abgeordnete vor, detailliertere Vorgaben zur Förderung in die Erneuerbaren-Energien-Richtlinie der EU aufzunehmen. Das Ausbauziel für die gesamte EU soll auf 35 Prozent angehoben und durch verbindliche nationale Ziele für jeden einzelnen Mitgliedstaat erreicht werden. U. a. soll die Eigenversorgung auch in Unternehmen besser gestellt werden.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: Erneuerbare Energien: EP-Berichterstatter will präzisere Regeln für öffentliche Förderung
(Foto: IHK Lippe)

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Industrie 4.0 für Ressourceneffizienz einsetzen

Die Themen Industrie 4.0 und Ressourceneffizienz behandeln die meisten Unternehmen getrennt voneinander. Dabei lassen sich die Technologien der digitalen Transformation auch dafür einsetzen, die Ressourceneffizienz zu steigern.

Die neue Studie "Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für KMU des verarbeitenden Gewerbes", die das Fraunhofer IPA und Partner im Auftrag des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) durchgeführt haben, beleuchtet erstmals die Chancen dieser Wechselwirkungen. Auf 270 Seiten werden Best-Practice-Beispiele identifiziert und konkrete Handlungsempfehlungen für Industrie, Politik und Forschung gegeben.

(Quelle idw-online)

Weitere Informationen
Bild: Industrie 4.0 für Ressourceneffizienz einsetzen
Materielle betriebliche Ressourcen in sechs Entwicklungsstufen der Datenerfassung und -analyse (Bild: VDI ZRE, Fraunhofer IPA)

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Arbeitsschutz

Leitfaden der BAuA: Geräuschemissionen korrekt angeben

Hersteller von Maschinen sind gemäß EU-Maschinenrichtlinie bzw. Outdoor-Richtlinie dazu verpflichtet, Angaben über die von der Maschine bzw. vom Gerät erzeugten Geräusche zu machen. Viel zu häufig werden die Geräuschemissionen falsch oder unvollständig angegeben.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat einen "Leitfaden für Maschinenhersteller zur Angabe von Geräuschemissionen" veröffentlicht, der die Hersteller dabei unterstützt, Betriebsanleitungen und Verkaufsbroschüren mit technischen Informationen zum Produkt gemäß "Maschinen-" bzw. "Outdoor-Richtlinie" korrekt zu erstellen. Der Leitfaden ist in sechs verschiedenen Sprachen verfügbar.

(Quelle BAuA)

Weitere Informationen
Bild: Leitfaden der BAuA: Geräuschemissionen korrekt angeben
(Bild: BAuA)

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BAuA-Kompaktbericht: Wie wohl fühlen sich deutsche Arbeitnehmer?

Mentale Gesundheit ist mehr, als nicht krank zu sein. Nach neuerer Auffassung bedeutet sie, dass Beschäftigte keine psychischen Störungen haben, sich zudem wohl fühlen sowie arbeitsfähig sind. Wie hängt die mentale Gesundheit mit der täglichen Arbeit zusammen? Dieser Frage ist eine groß angelegte BAuA-Studie nachgegangen. Dabei zeichnen sich Faktoren ab, die das Wohlbefinden fördern oder beeinträchtigen können.

(Quelle BAuA)

Arbeit und mentale Gesundheit. Ergebnisse aus einer Repräsentativerhebung der Erwerbstätigen in Deutschland
Bild: BAuA-Kompaktbericht: Wie wohl fühlen sich deutsche Arbeitnehmer?
Das emotionale Wohlbefinden nimmt zu, wenn der Vorgesetzte gut plant, Konflikte löst, umsichtig ist (Bild: BAuA)

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BAuA: Head-Mounted Displays sicher und beanspruchungsoptimal einsetzen

Monokulare Head-Mounted Displays (HMDs) sind kleine Anzeigegeräte, die ähnlich einer Brille oder an einem Kopfträger befestigt unmittelbar vor einem Auge getragen werden und Informationen bereitstellen. Der Vorteil gegenüber anderen mobilen Geräten wie Smartphones sind die freibleibenden Hände, die für Arbeitsaufgaben genutzt werden können. Allerdings können sich bei schlechter Gestaltung auch negative Folgen ergeben. In zwei Studien untersuchte die BAuA daher die Bedingungen des sicheren und beanspruchungsoptimalen Einsatzes.

(Quelle BAuA)

Head-Mounted Displays - Bedingungen des sicheren und beanspruchungsoptimalen Einsatzes
Bild: BAuA: Head-Mounted Displays sicher und beanspruchungsoptimal einsetzen
(Bild: BAuA)

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Regeln für Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gefahrstoffe geändert

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) informiert regelmäßig über neue und geänderte bzw. gestrichene Regelungen und Empfehlungen zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit.

Im Juni 2017 wurden folgende neu gefasste bzw. geänderte Arbeitsmedizinische bzw. Technische Regeln veröffentlicht:

  • TRGS 900 - Arbeitsplatzgrenzwerte
  • TRGS 903 - Biologische Grenzwerte (BGW)
  • TRGS 905 - Verzeichnis krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe
  • TRGS 910 - Risikobezogenes Maßnahmenkonzept für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen

(Quelle BAuA)

Weitere Informationen
Bild: Regeln für Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gefahrstoffe geändert

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Industrie- und Handelskammer
Lippe zu Detmold

Leonardo-da-Vinci-Weg 2
32760 Detmold

Telefon: 05231 7601-0
Telefax: 05231 7601-57

ihk@detmold.ihk.de
www.detmold.ihk.de
Prsident:
Ernst-Michael Hasse

Hauptgeschftsfhrer:
Axel Martens

Aufsichtsbehrde:
Zustndige Aufsichtsbehrde ist gem. 11 Abs. 1 IHKG in Verbindung mit 2 Abs. 1 IHKG NW der Minister fr Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen