Im Mittelpunkt der Studie  des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durch das Institut für Nachhaltige Unternehmensführung in Ulm steht die Frage, welche Potenziale Brancheninitiativen für die Achtung der Menschenrechte entlang globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten durch Unternehmen haben. Gegenstand der Untersuchung ist, inwiefern Brancheninitiativen dazu beitragen, dass Unternehmen ein Bewusstsein über ihre Verantwortung erlangen und notwendige Prozesse wirksam umsetzen.

Die Studie fokussiert Initiativen, die sich auf einen gemeinsamen Standard zur Vermeidung sozial-ökologischer Nebenfolgen bei ihren Lieferanten geeinigt haben. 14 Brancheninitiativen wurden anhand von neun Bewertungskategorien wie beispielsweise Impact-Messungen, Capacity Building, Follow-Up-Prozesse, Beschwerdemechanismen, Berichterstattung sowie der Einbeziehung von Stakeholdern untersucht. Anhand qualitativer Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie der Initiativen selbst identifiziert die Studie sowohl Potenziale als auch Defizite. Sie gibt außerdem Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Brancheninitiativen im Sinne eines aktiven Beitrags zur Umsetzung des NAP.