IHK Detmold - Logo Ausgabe vom 06.11.2017
IHK Detmold - Headerbild Aus- und Weiterbildung

Newsletter Aus- und Weiterbildung 5/17

Guten Tag,

mit herbstlichen Grüßen möchten wir Sie mit interessanten Neuigkeiten aus der Aus- und Weiterbildung informieren.

Hoch hinaus mit "Höherer Berufsbildung": Dieser Begriff ist vielen noch ganz neu. Er beschreibt die auf einer dualen Ausbildung aufbauenden Weiterbildung z.B. zum Fachwirt, Meister oder Bilanzbuchhalter. Die Höhere Berufsbildung empfiehlt sich als etablierter Begriff neben der Hochschulausbildung. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) haben dazu eine gemeinsame Position abgegeben.

Welche Anforderungen stellen Betriebe an Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Schulabschluss? Eine Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt: Schulnoten, Bewertung des Sozialverhaltens und unentschuldigte Fehltage beeinflussen die Bewerberbewertung unabhängig von der Rekrutierungssituation.

„Digitalisierung: Gemeinsam durch Bildung den Fortschritt gestalten!“ Unter diesem Motto besuchten rund 160 Teilnehmer die bundesweite Tagung der gewerblich-technischen Ausbildungsleiter. Das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) lud in diesem Jahr zur jährlich stattfindenden Veranstaltung nach Blomberg ein. Phoenix Contact bot als Gastgeber den interessierten Teilnehmern zahlreiche Impulse zum Thema Digitalisierung.

 

 

 

 


Inhalte dieser Ausgabe:

Höhere Berufsbildung - gemeinsames Positionspapier DIHK-ZDH
BIBB-Analyse: Wie Betriebe ihre Auszubildenden auswählen
„Digitalisierung: Gemeinsam durch Bildung den Fortschritt gestalten!“

Höhere Berufsbildung - gemeinsames Positionspapier DIHK-ZDH

Die Kammerorganisationen DIHK und ZDH haben ein gemeinsames Positionspapier zum Thema „Höhere Berufsbildung“ erarbeitet. Der Begriff der "Höheren Berufsbildung" setzt sich in der politischen und öffentlichen Diskussion immer mehr für die gesetzlich geregelte Aufstiegsfortbildung – und damit für die auf einer dualen Ausbildung aufbauende Weiterbildung zum z.B. Fachwirt, Meister oder Bilanzbuchhalter – durch. Mit dem Papier wird das Augenmerk auf einen wichtigen Baustein der Fachkräftesicherung gelenkt, der im Interesse der Wirtschaft gestärkt und weiterentwickelt werden sollte. Die gemeinsame bildungspolitische Positionierung enthält u.a. Vorschläge, wie die „Höhere Berufsbildung“ gestärkt und weiterentwickelt werden kann. In Zeiten des Fachkräftemangels werben die Institutionen damit auch für eine attraktivere Gestaltung der beruflichen Bildung, die auf diese Weise dazu beizutragen kann, den Bedarf der Unternehmen an beruflich qualifizierten Fachkräften auch in Zukunft zu gewährleisten. 

Hier geht's zum Positionspapier

zum Newsletteranfang

BIBB-Analyse: Wie Betriebe ihre Auszubildenden auswählen

Welche Anforderungen stellen Betriebe an Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Schulabschluss? Eine Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt: Schulnoten, Bewertungen des Sozialverhaltens und unentschuldigte Fehltage beeinflussen die Bewerberbewertung unabhängig von der Rekrutierungssituation. Gleichzeitig wird deutlich, dass Betriebe mit Rekrutierungsschwierigkeiten etwas eher bereit sind, Bewerber/-innen mit schlechteren Leistungsmerkmalen beim nächsten Auswahlschritt zu berücksichtigen, als Betriebe in günstigerer Ausgangslage.

Für die Studie sollten Betriebe anhand fiktiver Profile von Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerbern angeben, wie wahrscheinlich es ist, dass diese Bewerber/-innen im weiteren Auswahlverfahren berücksichtigt werden. Dabei zeigte sich insbesondere:

  • Bei der wichtigsten Gruppe der Ausbildungsstellenbewerber/-innen, also jenen mit mittlerem Schulabschluss, bleiben die schulischen Leistungen in Form von Schulnoten sowie Arbeits- und Sozialverhalten (unentschuldigte Fehltage und Kopfnoten) für die befragten Betriebe wichtige Kriterien bei der Bewerberauswahl.
  • Stecken Betriebe wegen fehlender Nachfrage nach den von ihnen angebotenen Ausbildungsstellen in einer schwierigen Rekrutierungssituation, dann sind sie nach Durchsicht der schriftlichen Bewerbungsunterlagen grundsätzlich eher bereit, sowohl Bewerber mit guten wie mit etwas schlechteren Voraussetzungen beim nächsten Auswahlschritt einzubeziehen.
  • Dass Betriebe allerdings in solchen schwierigen Situationen grundsätzlich Abstriche bei ihren Auswahlkriterien machen und Bewerbern unabhängig von ihren schulischen Leistungen zu einem Vorstellungsgespräch oder Einstellungstest einladen würden, zeigt sich nicht.
  • Offensichtlich sind diese Kriterien nach Einschätzung der Betriebe auch bei Problemen auf dem Ausbildungsstellenmarkt unverzichtbar für das erfolgreiche Absolvieren einer betrieblichen Ausbildung. Die Studie liefert damit einen Erklärungsbaustein für die nach wie vor hohe Zahl unbesetzt bleibender Ausbildungsstellen.


BIBB-Präsident Prof. Friedrich Hubert Esser appelliert daher an beide Seiten: „Alle Beteiligten sollten sich an ihre eigenen beruflichen Anfänge erinnern und sich vergegenwärtigen, mit welchen Fähigkeiten und Kenntnissen sie selbst ins Berufsleben gestartet sind und wie sie erst im Laufe der Zeit wichtige Erfahrungen gesammelt und berufliche Kompetenzen aufgebaut haben. Betriebe sollten mehr jungen Ausbildungssuchenden die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen einräumen“. Und die jungen Leute könnten gegebenenfalls regional mobiler sein: „Für Bewerberinnen und Bewerber steigen die Chancen, in einem Auswahlverfahren weiter zu kommen, wenn sie eine Region in Betracht ziehen, in der Betriebe händeringend Auszubildende suchen“, so Esser weiter. „Weiterhin gilt es, die Betriebe bei ihrer Ausbildertätigkeit zu unterstützen, beispielsweise über Programme wie die ‚Assistierte Ausbildung‘ “, betont der BIBB-Präsident zudem.

Aus Sicht von WZB-Direktorin Prof. Heike Solga zeigen die Ergebnisse, dass es keine absolut gesetzten Ausbildungsanforderungen gibt und die Betriebe grundsätzlich in schwierigen Situationen auch schlechtere Bewerber berücksichtigen. „Diese Flexibilität sollte mehr genutzt werden, um unbesetzte Ausbildungsplätze für suchende Jugendliche zu öffnen“, so Solga.

Für die Studie im Rahmen des „BIBB-Betriebspanels zu Qualifizierung und Kompetenzentwicklung (BIBB-Qualifizierungspanel)“ wurden über 500 Betriebe anhand von knapp 3.000 fiktiven Profilen von Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerbern befragt.
Weitere Informationen in der neuen Ausgabe des BIBB REPORT, Heft 2/2017: „Welche Anforderungen stellen Betriebe an zukünftige Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss?“. Die Ausgabe steht als Download kostenlos im Internet unter www.bibb.de/bibbreport zur Verfügung.

Quelle: BIBB, 19. Oktober 2017

 

mehr lesen

zum Newsletteranfang

„Digitalisierung: Gemeinsam durch Bildung den Fortschritt gestalten!“

Mit rund 160 Teilnehmenden fand die diesjährige gewerblich-technische Ausbildungsleitertagung in Kooperation mit Phoenix Contact in Ostwestfalen-Lippe statt. Für den Weltmarktführer in elektrischer Verbindungs- und elektronischer Interfacetechnik sowie industrieller Automatisierungstechnologie haben die digitalen Herausforderungen auch eine wichtige berufsbildnerische Dimension. Neben spannenden Vorträgen und Einblicken in verschiedene Produktionsbereiche sowie das 2016 eingeweihte Training Center konnten unterschiedliche Aspekte des Themas in Foren vertieft werden. Materialen und Präsentationen werden sukzessive auf der KWB-Homepage zur Verfügung gestellt.

 

Hier geht's zur Homepage des KWB

zum Newsletteranfang
Industrie- und Handelskammer
Lippe zu Detmold

Leonardo-da-Vinci-Weg 2
32760 Detmold

Telefon: 05231 7601-0
Telefax: 05231 7601-57

ihk@detmold.ihk.de
www.detmold.ihk.de
Prsident:
Ernst-Michael Hasse

Hauptgeschftsfhrer:
Axel Martens

Aufsichtsbehrde:
Zustndige Aufsichtsbehrde ist gem. 11 Abs. 1 IHKG in Verbindung mit 2 Abs. 1 IHKG NW der Minister fr Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen