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Newsletter Umwelt, Energie und Arbeitsschutz

Guten Tag,

in unserem Newsletter "Umwelt / Energie / Arbeitsschutz" informieren wir Sie monatlich aktuell aus folgenden Themenbereichen:

- Editorial
- Aktuelles aus OWL
- Umwelt (Politik, Recht, Studien, IHK-Positionen)
- Energie und Rohstoffe (Politik, Recht, Studien, IHK-Positionen)
- Arbeitsschutz

Der Newsletter richtet sich an Unternehmen (Geschäftsführer und Mitarbeiter aus den Bereichen Umwelt, Energie, Arbeitsschutz), Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Verwaltungen.

Viel Spaß beim Lesen!


Inhalte dieser Ausgabe:


Editorial
„Kohle-Kommission“: Gut Ding will Weile haben

Aktuelles aus OWL
Terminankündigungen: Jetzt schon im Kalender vormerken

Umwelt
Verordnung über mittelgroße Feuerungsanlagen geplant
REACH-Verordnung: Deutlich weniger Stoffe registriert als erwartet
Einwegkunststoff: EU-Kommission legt Verbotspläne vor
Bundesverwaltungsgericht veröffentlicht Urteilsgründe zu Fahrverboten
Stickstoffdioxid: 2017 haben 65 Städte den NO2-Grenzwert gerissen
Ranking von Nachhaltigkeitsberichten: Kriterien veröffentlicht
IHK Recyclingbörse: Angebote und Nachfragen aus Lippe

Energie und Rohstoffe
Pflicht: Bis 30. Juni Energie- und Stromsteuerentlastungen anzeigen
Klärung bei KWK-Anlagen: Betreiber müssen EEG-Umlage nur anteilig zahlen
Bis 30. Juni um den Energy Efficiency Award 2018 bewerben
DIHK-Befragung zur Beschleunigung von Infrastrukturvorhaben
Europäische Integration des Intraday-Stromhandels schreitet voran
Leitstudie zur Energiewende: dena plädiert für klares Klimaziel und breiten Technologiemix
Netzreservebedarf für den kommenden Winter sinkt
Studie fordert mehr Handlungsspielraum für Verteilnetzbetreiber
Emissionshandel: Vorläufige Carbon-Leakage-Liste veröffentlicht
ETS: Marktstabilitätsreserve wird erstmals 265 Millionen Emissionszertifikate vom Markt nehmen
Brüssel erarbeitet neue Klimastrategie
Globales Energiewende-Szenario: 2 Grad-Ziel zu schaffen, aber nicht zum Nulltarif
BMWi-Bericht stellt Highlight-Projekte der Energieforschung vor
Studie bewertet stationäre Energiespeichersysteme für KMU
Windenergie-Erlass 2018 in Kraft getreten
Wind an Land: Ausschreibungsvolumen nicht ausgeschöpft
E-Mobilität: 11 Mrd. Euro Investitionen für flächendeckende Ladeinfrastruktur nötig
Neue Ausgabe "Zahlen - Daten - Fakten" zur Elektromobilität veröffentlicht

Arbeitsschutz
Hilfestellung für den Onlinehandel: BAuA-Broschüre zur Produktsicherheit
Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe: Produkte zur Gefährdungsbeurteilung
Regeln für Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gefahrstoffe geändert
Editorial

„Kohle-Kommission“: Gut Ding will Weile haben

Seit einigen Wochen warten das energiepolitische Berlin und vor allem die betroffenen Regionen auf die Einsetzung der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung - landläufig „Kohle-Kommission“ genannt. Doch auch am 30. Mai wurde dieser Punkt kurzfristig wieder von der Tagesordnung des Bundeskabinetts genommen. Nun soll am 6. Juni entschieden werden. 

Unstrittig ist, dass der von der Bundesregierung vorgegebene Zeitplan mehr als ehrgeizig ist:

  • Bis Ende Oktober 2018 sollen Empfehlungen für Maßnahmen zur sozialen und strukturpolitischen Entwicklung der Braunkohleregionen vorgelegt werden.
  • Vor Beginn der 24. UN-Klimakonferenz am 3. Dezember 2018 sollen Empfehlungen zur Erreichung des Klimaschutzziels 2020 (-40 Prozent CO2-Ausstoß gegenüber 1990) veröffentlicht werden.
  • Der Abschlussbericht soll Ende 2018 vorliegen.

Hier stellt sich umgehend die Frage: Ist diese Eile dem Thema tatsächlich angemessen? Zwar drängt aus politischer Sicht die Zeit vor allem mit Blick auf das Klimaziel 2020, doch zentrale Fragen der deutschen Energieversorgung wie das Ende der Kohleverstromung und seine Auswirkungen auf Preise, Versorgungssicherheit und Klimaschutz sollten in jedem Fall mit der notwendigen Sorgfalt diskutiert werden.

Die Aufgaben der Kommission lassen sich grob in drei Blöcke unterteilen:

  1. Wie kann den betroffenen Regionen geholfen werden?
  2. Wie kann ein tragbarer Ausstiegspfad aus der Kohleverstromung aussehen?
  3. Welche Maßnahmen zur weitgehenden Erreichung des Klimaziels 2020 und des 2030-Ziels - auch über die Verringerung der Kohleverstromung hinaus - sollen ergriffen werden?

Klar ist, dass die Kohleregionen Unterstützung brauchen, um den Strukturwandel zu bewältigen. Gleichwohl sollte in dieser Debatte nicht vergessen werden, dass vor Ort schon sehr viel getan wird. Aus Sicht des DIHK ist es wichtig, Vor-Ort-Initiativen in die Arbeit der Kommission zu integrieren. Die Akteure vor Ort wissen am besten, wofür sie (finanzielle) Hilfe aus Berlin brauchen. Ein von der Kommission verordneter Strukturwandel wird es hingegen schwer haben, regional Früchte zu tragen. Auch ist die Einbindung von lokalen Bürgerinitiativen gegen den Braunkohletagebau zu kurz gesprungen.

Entscheidend für einen gelungenen Strukturwandel ist, wie schnell der Kohleausstieg organisiert wird. Langfristig tragfähige Strategien lassen sich leichter mit einem Zeithorizont 2045 als 2035 entwickeln. Grundsätzlich wäre es auch nicht notwendig, ein Enddatum für die Braunkohle festzulegen. Mitte der 2040er-Jahre läuft die Genehmigung für den letzten Tagebau aus. Damit steht ein Enddatum de facto bereits fest. Auch der europäische Emissionshandel, dem alle Kraftwerke unterliegen, und der absehbare Ausbaupfad für die erneuerbaren Energien werden die Kohle aus dem Markt drängen. Der DIHK plädiert dafür, bei Entscheidungen zur Kohle in jedem Fall die Auswirkungen auf Versorgungssicherheit und Strompreise zu berücksichtigen. Ein Kohleausstieg wird sicher zu steigenden Preisen führen, die insbesondere für die stromintensive Industrie ein Problem werden können. Der Standort Deutschland kann sich eine weitere Verschlechterung seiner Position in diesem Punkt kaum leisten. Zudem sind deutsche Entscheidungen zur Stromversorgung immer auch solche mit Wirkung auf unsere Nachbarn. So muss das europäische Stromsystem zunächst den Ausstieg aus der deutschen Kernkraft verdauen, bevor weiter in den Markt, der eben heute schon längst kein rein nationaler mehr ist, eingegriffen wird.

Um dem Klimaziel 2020 näher zu kommen, sind im Koalitionsvertrag Sonderausschreibungen für Wind an Land und Photovoltaik in Höhe von jeweils 4.000 MW festgelegt. Auch Offshore-Wind soll einen nicht weiter präzisierten Beitrag leisten. Doch der Klimaeffekt neuer Windräder und PV-Anlagen wird bis Ende 2020 überschaubar sein, da die Anlagen erst noch gebaut werden müssen. Entscheidend ist aber aus Sicht des DIHK sowieso nicht, ob das Klimaziel 2020 noch rechtzeitig oder mit etwas Verzögerung erreicht wird. Selbst das Ziel 2030 ist nicht mehr als eine Wegmarke. Viel wichtiger ist, dass Deutschland mit Blick auf das Ziel 2050 auf dem richtigen Weg ist. Durch die Beendigung der Kohleverstromung fallen bis dahin über 30 Prozent der momentanen Emissionen weg. Der Kurs ist also gesetzt.

(Autoren: Dr. Sebastian Bolay und Julian Schorpp, DIHK)


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Aktuelles aus OWL

Terminankündigungen: Jetzt schon im Kalender vormerken

Photovoltaik in Unternehmen
Termin: 30. August 2018, 14:00 Uhr
Ort: IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

Energiespeicher - Einsatzmöglichkeiten und Rahmenbedingungen
Termin: 24. September 2018, 14:00 Uhr
Ort: IHK Lippe zu Detmold

Bild: Terminankündigungen: Jetzt schon im Kalender vormerken
(Bild: bdStudios / iStock)

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Umwelt

Verordnung über mittelgroße Feuerungsanlagen geplant

Das Bundesumweltministerium (BMU) plant eine Verordnung über mittelgroße Feuerungsanlagen zwischen 1 und 50 Megawatt. Mit der neuen Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) sollen Emissionsgrenzwerte sowie verschiedene weitere Anforderungen und die sogenannte MCP-Richtlinie in Deutschland umgesetzt werden. Im Augenblick erfolgt eine Verbändeanhörung.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: Verordnung über mittelgroße Feuerungsanlagen geplant
(Bild: Gina Sanders / Fotolia)

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REACH-Verordnung: Deutlich weniger Stoffe registriert als erwartet

Die letzte Registrierungsfrist im Rahmen der REACH-Verordnung für Stoffe in Mengen zwischen 1 und 100 Tonnen pro Jahr ist am 31. Mai 2018 abgelaufen. Laut Europäischer Chemikalienagentur (ECHA) sind insgesamt 21.551 Stoffe für den europäischen Markt registriert worden. Die EU-Kommission hatte ursprünglich mit 30.000 registrierten Stoffen gerechnet. Die registrierten Stoffe können in einer Stoffdatenbank recherchiert werden.

Stoffe, die nicht registriert sind, dürfen damit in der EU ab einer Jahresmenge von einer Tonne nicht mehr hergestellt oder importiert werden. Nachgeschaltete Anwender dürfen sie nicht mehr verwenden, außer sie wurden nachweislich vor dem 1. Juni 2008 in Verkehr gebracht und andere Regelungen verbieten die Verwendung nicht.

(Quelle ECHA)

Zahlen und Grafiken, Stoffdatenbank
Bild: REACH-Verordnung: Deutlich weniger Stoffe registriert als erwartet
Entwicklung der Registrierungen und registrierten Substanzen (Grafik: ECHA)

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Einwegkunststoff: EU-Kommission legt Verbotspläne vor

Die Menge an schädlichem Plastikmüll in den Ozeanen und Meeren wächst ständig. Um dagegen vorzugehen, schlägt die Europäische Kommission in einem Richtlinienvorschlag zunächst Verbote von zehn Einwegprodukten aus Kunststoff vor, die in Europa am häufigsten an den Stränden und in den Meeren gefunden werden. Weitere Vorschläge zu Verboten und Nutzungseinschränkungen sind absehbar.

(Quelle DIHK)

Weitere Informationen
Bild: Einwegkunststoff: EU-Kommission legt Verbotspläne vor
(Bild: pixabay)

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Bundesverwaltungsgericht veröffentlicht Urteilsgründe zu Fahrverboten

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat die Gründe für das Urteil vom 27. Februar zur Zulässigkeit von Fahrverboten in Düsseldorf und Stuttgart veröffentlicht. Danach sind Verkehrsverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge ausnahmsweise zulässig, wenn keine anderen geeigneten Maßnahmen zur Verfügung stehen, die Grenzwerte für die Luftqualität so schnell wie möglich zu erreichen. Für deren verhältnismäßige Ausgestaltung gibt das Gericht nun genauere Maßstäbe vor.

(Quelle DIHK)

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Bild: Bundesverwaltungsgericht veröffentlicht Urteilsgründe zu Fahrverboten
(Bild: Sandor Jackal / Fotolia)

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Stickstoffdioxid: 2017 haben 65 Städte den NO2-Grenzwert gerissen

Die Auswertung der Messdaten für Stickstoffdioxid (NO2) im Bundesgebiet für das Jahr 2017 ist abgeschlossen. Demnach überschritten letztes Jahr 65 Städte den europaweit geltenden Grenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (µg/m³) im Jahresmittel. 2016 hatten 90 Städte den Grenzwert überschritten.

(Quelle Umweltbundesamt)

Pressemeldung und Datentabellen

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Ranking von Nachhaltigkeitsberichten: Kriterien veröffentlicht

Die CSR-Berichtspflicht für große kapitalmarktorientierte Unternehmen beginnt zu wirken. Das zeigt eine aktuelle Unternehmensbefragung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Unternehmensinitiative Future. Aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Lieferkette wird das Thema relevanter.

Das IÖW und Future ermitteln derzeit die Unternehmen mit den besten Nachhaltigkeitsberichten. Einreichungsfrist für die Berichte von Großunternehmen ist der 30. Juni 2018. Kleinere Unternehmen können bis zum 31. Juli 2018 am Wettbewerb teilnehmen.

IÖW und Future haben dazu Kriterien für eine gute Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Diese dienen in vielen Unternehmen - unabhängig vom Wettbewerb - als Orientierungshilfe für die eigene Berichterstattung.

(Quelle idw-online)

Weitere Informationen
Bild: Ranking von Nachhaltigkeitsberichten: Kriterien veröffentlicht
(Bild: udra11 / Fotolia)

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IHK Recyclingbörse: Angebote und Nachfragen aus Lippe

2017 suchten über 33.000 Unternehmen in der IHK-Recyclingbörse nach recyclingfähigem Material. In den derzeit 837 Inseraten werden alle gängigen Stoff- und Produktgruppen gehandelt. Die "Renner" sind Kunststoffe, Metalle, Verpackungen und Chemikalien.

(Quelle: DIHK)

Aktuelle Angebote und Nachfragen aus Lippe
Bild: IHK Recyclingbörse: Angebote und Nachfragen aus Lippe
(Bild: djama/Fotolia.de)

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Energie und Rohstoffe

Pflicht: Bis 30. Juni Energie- und Stromsteuerentlastungen anzeigen

Bis 30. Juni 2018 müssen Unternehmen gegenüber den zuständigen Hauptzollämtern auf amtlichen Vordrucken Angaben zu einigen im Jahr 2017 tatsächlich erhaltenen Energie- und Stromsteuerbegünstigungen bzw. -entlastungen machen (§§ 4 und 5 EnSTransV).

Alternativ können die Daten auch in einem elektronischen Erfassungsportal eingegeben werden. Unter bestimmten Rahmenbedingungen ist auf Antrag eine Befreiung von den Pflichten möglich.

(Quelle Zoll.de)

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Bild: Pflicht: Bis 30. Juni Energie- und Stromsteuerentlastungen anzeigen
(Bild: MH / Fotolia)

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Klärung bei KWK-Anlagen: Betreiber müssen EEG-Umlage nur anteilig zahlen

Bundesregierung und EU-Wettbewerbskommission haben sich -  vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung durch Brüssel - auf die künftige EEG-Belastung bei der Eigenversorgung durch KWK-Neuanlagen (Anlagen ab August 2014) geeinigt. Nach einer längeren Hängepartie erlangen betroffene Unternehmen damit nun wieder mehr Rechtssicherheit.

(Quelle DIHK, EnergieAgentur.NRW, BMWi)

Weitere Informationen
Bild: Klärung bei KWK-Anlagen: Betreiber müssen EEG-Umlage nur anteilig zahlen
(Bild: nyul / Fotolia)

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Bis 30. Juni um den Energy Efficiency Award 2018 bewerben

Bis zum 30. Juni 2018 können sich private oder öffentliche Unternehmen um den Energy Efficiency Award 2018 bewerben. Der Wettbewerb der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeichnet Projekte aus, die eine besondere Wirkung für die Energiewende entfalten. Der Award ist mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Der Preis wird für umgesetzte Projekte in den drei Kategorien "Energiewende", "Energieeffizienz" sowie "Energiemanagement und -dienstleistungen" verliehen. Zusätzlich gibt es einen Publikumspreis.

(Quelle dena)

Weitere Informationen
Bild: Bis 30. Juni um den Energy Efficiency Award 2018 bewerben
(Bild: dena)

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DIHK-Befragung zur Beschleunigung von Infrastrukturvorhaben

Die Planung von Infrastrukturvorhaben nimmt in Deutschland häufig mehrere Jahre, manchmal Jahrzehnte, in Anspruch.

Der DIHK wendet sich mit einer Online-Befragung an Experten aus Unternehmen und Verwaltungen, die Erfahrungen mit der Planung und dem Bau von Infrastrukturvorhaben (bspw. im Bereich Verkehr, Ver- und Entsorgung, Telekommunikation) haben. Zu den Gründen von Verzögerungen und möglichen Verbesserungspotenzialen stellt der DIHK fünf Fragen. Die Beantwortung sollte nicht länger als 10 Minuten dauern.

Hintergrund der Befragung sind die Arbeiten der Bundesregierung an einem Planungsbeschleunigungsgesetz, die der DIHK unterstützt. Die Umfrageergebnisse werden den beteiligten Ministerien als Handlungsempfehlungen übermittelt.

(Quelle DIHK)

Online-Umfrage

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Europäische Integration des Intraday-Stromhandels schreitet voran

Europäische Strombörsen und Übertragungsnetzbetreiber haben bestätigt, dass die Kopplung der Intraday-Märkte weiterhin für Mitte Juni 2018 geplant ist. Vorerst umfasst das Projekt die Märkte von vierzehn Ländern, darunter auch Deutschland. Das Projekt ermöglicht den kontinuierlichen grenzüberschreitenden Intraday-Handel zwischen den beteiligten Ländern.

(Quelle DIHK)

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Bild: Europäische Integration des Intraday-Stromhandels schreitet voran
(Bild: Moebius / Fotolia)

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Leitstudie zur Energiewende: dena plädiert für klares Klimaziel und breiten Technologiemix

Die Leitstudie "Integrierte Energiewende" der Deutschen Energieagentur (dena) entwickelt für das Energiesystem in Deutschland Transformationspfade zur Erreichung der klimapolitischen Ziele bis 2050. Sie verfolgt dabei einen innovativen, sektorübergreifenden Szenarioansatz. Entscheidend für den Erfolg der Energiewende sei, dass die Politik noch im Verlauf dieser Legislaturperiode die Klimaziele für 2050 konkretisiert und die Weichen richtig stellt. Eine breit und technologisch diversifiziert angelegte Energiewende würde um 500 bis 600 Mrd. Euro weniger kosten als eine einseitig strombasierte Energiewende.

(Quelle DIHK, dena)

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Bild: Leitstudie zur Energiewende: dena plädiert für klares Klimaziel und breiten Technologiemix
(Bild: dena)

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Netzreservebedarf für den kommenden Winter sinkt

Für den kommenden Winter 2018/19 gehen die Übertragungsnetzbetreiber von einem deutlich sinkenden Netzreservebedarf von maximal 6.600 MW aus. Diese Menge kann vollständig von inländischen Kraftwerken bereitgestellt werden. Das zeigt ein Bericht der Bundesnetzagentur (BNetzA).

(Quelle DIHK)

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Bild: Netzreservebedarf für den kommenden Winter sinkt
(Bild: Gina Sanders / Fotolia)

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Studie fordert mehr Handlungsspielraum für Verteilnetzbetreiber

Die Kanzlei Becker Büttner Held hat eine Studie zu gegenwärtigen und erwarteten Tätigkeitsfeldern von Verteilnetzbetreibern vorgelegt. Diese würden ihre Aufgaben bislang erfolgreich meistern, stünden jedoch angesichts einer fortschreitenden Dezentralisierung und Digitalisierung der Energiewende vor erheblichen Herausforderungen. Der Gesetzgeber müsse ihnen bei der Anwendung intelligenter Lösungen mehr Freiraum lassen.

(Quelle DIHK)

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Bild: Studie fordert mehr Handlungsspielraum für Verteilnetzbetreiber
(Bild: Becker Büttner Held)

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Emissionshandel: Vorläufige Carbon-Leakage-Liste veröffentlicht

Auch in der vierten Handelsperiode (2021-2030) werden Anlagenbetreiber der Industrie weiter von der Zuteilung kostenloser Zertifikate profitieren. Sektoren, die in die neue Carbon-Leakage Liste aufgenommen werden, erhalten 100 Prozent ihrer Zertifikate in Bezug auf einen Benchmark der effizientesten Anlagen kostenlos.

Im Amtsblatt der EU wurde am 8. Mai 2018 nun die vorläufige Carbon-Leakage Liste 2021-2030 veröffentlicht. Sie wird bis zum Ende des Jahres von der Europäischen Kommission verabschiedet.

(Quelle DIHK)

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ETS: Marktstabilitätsreserve wird erstmals 265 Millionen Emissionszertifikate vom Markt nehmen

Die Marktstabilitätsreserve des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) wird im Jahr 2019 knapp 265 Mio. Emissionsrechte vom Markt nehmen. Grund ist, dass die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Zertifikate den Schwellenwert von 833 Mio. Stück übersteigt. Im Jahr 2017 befanden sich gut 1,6 Mrd. Emissionszertifikate auf dem Markt.

(Quelle DIHK)

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Brüssel erarbeitet neue Klimastrategie

Die Europäische Kommission bereitet aktuell eine Aktualisierung der langfristigen Klimastrategie (Horizont 2050) vor, die im November veröffentlicht werden soll. Über den Sommer soll dazu eine öffentliche Konsultation stattfinden. Im Zuge der stockenden Klimaschutzverhandlungen rechnen Beobachter damit, dass die EU mit der neuen Strategie den Weg zur Treibhausgasneutralität in 2050 konkretisieren und das 1,5°-Ziel festgeschreiben wird.

(Quelle DIHK)

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Bild: Brüssel erarbeitet neue Klimastrategie
(Bild: josepina / aboutpixel)

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Globales Energiewende-Szenario: 2 Grad-Ziel zu schaffen, aber nicht zum Nulltarif

Eine Studie der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hat modelliert, wie das 2-Grad-Klimaziel erreicht werden kann und welche globalwirtschaftlichen und sozioökonomischen Auswirkungen eine solche Energie- und Klimapolitik hätte. Eines der Ergebnisse: Erneuerbare Energien (EE) und Energieeffizienz können gemeinsam 90 Prozent der nötigen Reduzierungen schultern.

(Quelle DIHK)

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Bild: Globales Energiewende-Szenario: 2 Grad-Ziel zu schaffen, aber nicht zum Nulltarif

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BMWi-Bericht stellt Highlight-Projekte der Energieforschung vor

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gibt im aktuellen Energieforschungsbericht einen umfassenden Überblick über spannende Projekte in allen Bereichen der Energieforschung. Darüberhinaus informiert der Bericht über Technologie- und Marktentwicklungen sowie über den Zugang zur Projektförderung.

(Quelle BMWi)

Weitere Informationen
Bild: BMWi-Bericht stellt Highlight-Projekte der Energieforschung vor
(Bild: BMWi)

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Studie bewertet stationäre Energiespeichersysteme für KMU

Nach Einschätzungen der Industrie wird künftig der Bedarf an stationären Energiespeichersystemen zunehmen. Zur Kappung von Lastspitzen lohnen sie sich für KMU derzeit noch nicht. Die Kosten würden aber in absehbarer Zeit zurückgehen. Eine neue Studie des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat die Lebenszykluskosten von drei verschiedenen Energiespeichersystemen berechnet und ihre Ökobilanz bewertet. Die Studie zeigt zudem beispielhaft die praktische Umsetzung einer Ressourceneffizienzanalyse nach der VDI 4800er-Richtlinienreihe. 

(Quelle VDI ZRE)

Weitere Informationen
Bild: Studie bewertet stationäre Energiespeichersysteme für KMU
(Bild: VDI ZRE)

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Windenergie-Erlass 2018 in Kraft getreten

Die Landesregierung hat die Novelle des Windenergie-Erlasses beschlossen. Ziel der Novelle ist die Neuausrichtung des Ausbaus der Windenergie und die Verbesserung der Akzeptanz bei den Bürgern. Er ist am 22. Mai 2018 im Ministerialblatt NRW veröffentlicht worden und in Kraft getreten. Der Erlass stellt klar, welche Rahmenbedingungen in NRW für die Genehmigung und das Repowering von Windenergieanlagen gelten.

(Quelle EnergieAgentur.NRW)

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Bild: Windenergie-Erlass 2018 in Kraft getreten
(Bild: IHK Lippe)

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Wind an Land: Ausschreibungsvolumen nicht ausgeschöpft

Erstmals wurde das Ausschreibungsvolumen bei Wind an Land nicht voll ausgeschöpft. Das gab die Bundesnetzagentur bekannt. Von den 670 MW wurden somit nur 604 MW an 111 Gebote vergeben. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert lag mit 5,73 Cent/kWh entsprechend deutlich über dem Wert der letzten Runde (4,73 Cent/kWh). Die Zuschlagswerte reichten von 4,65 bis 6,28 Cent/kWh.

Regional gingen die Zuschläge vor allem nach Nordrhein-Westfalen (33 Zuschläge, 138 MW) und Brandenburg (16 Zuschläge, 87 MW).

(Quelle BNetzA)

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E-Mobilität: 11 Mrd. Euro Investitionen für flächendeckende Ladeinfrastruktur nötig

Mit einer Investition von bis zu 11 Milliarden Euro könnten bis 2030 in Deutschland rund 4,7 Millionen Ladesäulen aufgestellt werden - davon 2,5 Millionen an privaten Standorten und 2,2 Millionen im öffentlichen Raum, inklusive 200.000 Schnellladesäulen. Ein derart engmaschiges Netz könnte die Zahl von E-Autos auf deutschen Straßen auf acht Millionen steigen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung TCW.

(Quelle DIHK)


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Neue Ausgabe "Zahlen - Daten - Fakten" zur Elektromobilität veröffentlicht

ElektroMobilität NRW hat Zahlen, Daten und Fakten zum Stand und der Entwicklung der Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Darin finden Interessierte Informationen zu Neuzulassungen und Bestand von Elektrofahrzeugen, zur Kaufprämie sowie zum aktuellen Ausbaustand der Ladeinfrastruktur.

(Quelle ElektroMobilität NRW)

Broschüre (ElektroMobilität NRW)
Bild: Neue Ausgabe "Zahlen - Daten - Fakten" zur Elektromobilität veröffentlicht
(Bild: ElektroMobilität NRW)

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Arbeitsschutz

Hilfestellung für den Onlinehandel: BAuA-Broschüre zur Produktsicherheit

Jedes Jahr gelangen unsichere und nicht regelkonforme Produkte auf den europäischen Binnenmarkt sowie in die Hände von Konsumentinnen und Konsumenten. Ein großer Teil der unsicheren oder nicht regelkonformen Produkte wird online vermarktet - oft aus Unwissenheit oder fehlendem Problembewusstsein. Die komplexen Regeln zur Produktsicherheit müssen dabei alle Marktteilnehmer beachten.

Deshalb hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die neue Broschüre "Sichere Produkte im Onlinehandel: Wegweiser für Hersteller, Einführer und Händler" herausgegeben. Die BAuA informiert darin über die Pflichten zur Kennzeichnung, Dokumentation, Organisation und Mitwirkung.

(Quelle BAuA)

Weitere Informationen
Bild: Hilfestellung für den Onlinehandel: BAuA-Broschüre zur Produktsicherheit
(Bild: BAuA)

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Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe: Produkte zur Gefährdungsbeurteilung

Das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) wird von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin angeboten. Es umfasst Leitfäden, Dokumentationshilfen, Software und Werkzeuge, mit denen kleine und mittelständische Unternehmen die Risiken bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen einfacher abschätzen können.

(Quelle BAuA)

Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (BAuA)
Bild: Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe: Produkte zur Gefährdungsbeurteilung
(Bild: eckedesign, Berlin / malija/iStock.com)

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Regeln für Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gefahrstoffe geändert

Im Mai 2018 wurden folgende neu gefassten bzw. geänderten Arbeitsmedizinischen bzw. Technischen Regeln veröffentlicht:

  • ASR A1.2 Raumabmessungen und Bewegungsflächen
  • ASR A1.5/1,2 Fußböden    
  • ASR A1.6 Fenster, Oberlichter, lichtdurchlässige Wände   
  • ASR A1.7 Türen und Tore   
  • ASR A1.8 Verkehrswege    
  • ASR A2.1 Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen    
  • ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände    
  • ASR A3.5 Raumtemperatur    
  • ASR A3.6 Lüftung      
  • ASR A3.7 Lärm        
  • ASR A4.2 Pausen- und Bereitschaftsräume     
  • ASR A4.3 Erste-Hilfe-Räume, Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe      
  • ASR V3a.2 Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten    
  • EmpfBS 1114 Anpassung an den Stand der Technik bei der Verwendung von Arbeitsmitteln     
  • TRBA 100 Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Laboratorien      
  • TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege   
  • TRBA 462 Einstufung von Viren in Risikogruppen     
  • TRBA 466 Einstufung von Prokaryonten (Bacteria und Archaea) in Risikogruppen     
  • TRBS 1001 Struktur und Anwendung der Technischen Regeln für Betriebssicherheit     
  • TRBS 1111 Gefährdungsbeurteilung

(Quelle BAuA)

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Bild: Regeln für Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gefahrstoffe geändert

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Industrie- und Handelskammer
Lippe zu Detmold

Leonardo-da-Vinci-Weg 2
32760 Detmold

Telefon: 05231 7601-0
Telefax: 05231 7601-57

ihk@detmold.ihk.de
www.detmold.ihk.de
Präsident:
Volker Steinbach

Hauptgeschäftsführer:
Axel Martens

Aufsichtsbehörde:
Zuständige Aufsichtsbehörde ist gem. § 11 Abs. 1 IHKG in Verbindung mit § 2 Abs. 1 IHKG NW der Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen