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Newsletter Aus- und Weiterbildung 4/18

Guten Tag,

mit herbstlichen Grüßen möchten wir Sie mit interessanten Neuigkeiten aus der Aus- und Weiterbildung informieren.

Wunsch und Wirklichkeit: Nicht nur an den Gymnasien, sondern auch an anderen weiterführenden Schulen wird Schülern nach dem Eindruck ihrer Eltern immer öfter vermittelt, dass der Weg ins Berufsleben in erster Linie über die Hochschulen führt. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Umfrage.

Sie haben als Ausbildungsunternehmen noch Kapazitäten frei? Dann gibt es für Sie die Möglichkeit, sich Ihre zusätzlichen Ausbildungsangebote durch das aktuelle Ausbildungsprogramm NRW finanziell fördern zu lassen.

Für die neuen kodifizierten Zusatzqualifikationen in den Metall- und Elektroberufen hat das Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BiBB) nun Umsetzungshilfen für Ausbildungsbetriebe herausgegeben.

Lust auf eine Ausbildung in der freiesten und dienstleistungsstärksten Wirtschaft der Welt? Angehende Kaufleute im Groß- und Außenhandel und Kaufleute im Spedition und Logistikbereich können über die Auslandshandelskammer (AHK) in Hong Kong eine 2-jährige Ausbildung absolvieren.

Die besten Auszubildenden gibt es in Lippe! Die Standortkampagne der lippischen Industrie lässt mit ihrem Projekt "Lippe - Von A bis Zubi" wieder Auszubildende erklären, wie unterschiedliche Ausbildungsberufe funktionieren. Vielleicht können Sie sich das auch für Ihr Unternehmen vorstellen.

Ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: die IHK Lippe unterstützt Auszubildende mit finanziellen Hilfen, die nicht in Lippe beschult werden können. Fahrt- und Unterbingungskosten können zusätzliche Hemmnisse bei einer Berufswahl aufbauen. Diese Hürden können durch den Ausbildungsfonds genommen werden.


Inhalte dieser Ausgabe:

Schulische Berufsorientierung verstärkt Akademisierungstrend
Ausbildungsprogramm NRW
BiBB-Umsetzungshilfen für die Teilnovellierung der Industriellen Metall- und Elektroberufe und des Mechatronikers veröffentlicht
Kaufmännische Ausbildung in Hong Kong
Der beste Auszubildende der Welt
Projekt: Ausbildungsfonds der IHK Lippe

Schulische Berufsorientierung verstärkt Akademisierungstrend

DIHK stellt Ergebnisse einer Civey-Umfrage unter Eltern vor

Nicht nur an den Gymnasien, sondern auch an anderen weiterführenden Schulen wird Schülern hierzulande nach dem Eindruck ihrer Eltern immer öfter vermittelt, dass der Weg ins Berufsleben in erster Linie über die Hochschulen führt. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Umfrage.

In der repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey gab die Hälfte der Eltern von Gymnasiasten an, dass die schulischen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung ihrer Kinder eine Tendenz zum Studium haben. Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) ist sogar der Meinung, dass die Angebote zur Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium eindeutig auf ein Studium abzielen.

Auch an anderen weiterführenden Schulen sind die Angebote nach dem Eindruck von fast 30 Prozent der Eltern auf die Hochschule ausgerichtet.

"Diese Ergebnisse zeigen: Wir müssen alle gemeinsam mehr dafür tun, dass mögliche Azubis und Studierende schon im frühen Schulalter genauso viel über die duale Ausbildung informiert werden", kommentiert DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Umfrage, die sich mit den Erfahrungen der Industrie und Handelskammern (IHKs) deckt.

"Auch die Eltern müssen wir dabei mitnehmen. Denn zu viele von ihnen wissen gar nicht, dass der Weg über eine Ausbildung und eine anschließende Höhere Berufsbildung oftmals ebenso gute Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten wie ein akademischer Werdegang bietet."

Der DIHK setzt deshalb darauf, Schülerinnen und Schülern frühzeitig mehr praktische Erfahrungen zu vermitteln: "Raus aus dem Klassenzimmer, rein in den Betrieb und die Praxis erleben. Nur so können Jugendliche konkrete Erfahrungen machen, die ihre Berufswahl erleichtern", so Schweitzer. "Ich glaube, dass so weniger junge Menschen ein Studium aufnehmen, das sie dann später frustriert abbrechen."

Das Angebot zur Berufs- und Studienorientierung, das ihren Kindern hauptsächlich gemacht wird, sind laut Eltern Betriebspraktika und Unternehmensbesuche (36 Prozent Gymnasium, 38 Prozent andere weiterführende Schulen).

Noch höher wird deren Nutzen bewertet. Sowohl Eltern von Gymnasiasten (56 Prozent) als auch von Kindern auf anderen weiterführenden Schulen (62 Prozent) sehen in Betriebspraktika und Unternehmensbesuchen die mit Abstand größte Hilfe bei der beruflichen Orientierung. Auf Platz zwei und drei folgen das Schulfach Berufsorientierung sowie Ausbildungs- und Jobmessen.

Erschreckend ist, dass rund ein Fünftel der Eltern wahrnehmen, dass ihren Kindern keinerlei Angebote zur Berufs- und Studienorientierung in der Schule gemacht werden. Dazu Schweitzer: "Die verschiedenen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung müssen besser ineinandergreifen und entlang der gesamten Bildungskette aufeinander aufbauen. Dazu müssen alle beteiligten Akteure Hand in Hand arbeiten. Die Verzahnung von Schule und Betrieb darf nicht erst in der Ausbildung beginnen."

Das zeige auch die DIHK Ausbildungsumfrage 2018: "Aus Sicht der befragten Betriebe ist die Unsicherheit bei der Berufswahl aktuell das größte Ausbildungshemmnis. Die unklaren Berufsvorstellungen und fehlende Berufsorientierung führen zu Ausbildungs- und Studienabbrüchen, verzögern den Eintritt in den Arbeitsmarkt und verstärken den Fachkräftemangel. Daher pochen wir als Wirtschaft darauf, die Berufs- und Studienorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen zu verbessern und auszubauen."

Hier geht's zur Pressemitteilung

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Ausbildungsprogramm NRW

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist durch große regionale Unterschiede geprägt. Während in einigen Städten und Kreisen ein Überangebot an Ausbildungsstellen herrscht, liegt das Angebot in anderen Teilen des Landes deutlich unter der Ausbildungsplatznachfrage. Mit dem ESF-geförderten Programm wird die Ausbildungssituation in benachteiligten Regionen Nordrhein-Westfalens verbessert. In unserer Region profitiert der Kreis Lippe von dieser Förderung.

Ziele

Ausbildung ist für Betriebe ein wichtiger Faktor, um sich qualifizierten Fachkräftenachwuchs zu sichern. Das Ausbildungsprogramm NRW soll Betriebe motivieren, zusätzliche Ausbildungsstellen einzurichten. Zugleich soll für Jugendliche die Ausbildungssituation verbessert werden. Sie ist die Grundvoraussetzung für beruflichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen.

Eckpunkte der Förderung

Programmstart: 01.09.2018

  • Fördermittel: Im Rahmen der Förderung werden bis zum Jahr 2022 Mittel bereitgestellt, um jährlich ca. 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze zu fördern.
  • Ausbildungsverträge: Betriebe schließen reguläre Ausbildungsverträge mit den Jugendlichen ab.
  • Ausbildungsvergütung: Das MAGS bezuschusst durch ESF-Fördergelder in den ersten beiden Ausbildungsjahren die Ausbildungsvergütung mit 400 € pro Monat. Der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung ist an den Ausbildungsbetrieb (Weiterleitungspartner) weiterzuleiten.
  • Zusätzlichkeit: Die Ausbildungsplätze müssen zusätzlich sein.
  • Teilnehmergewinnung: Arbeitsagenturen und Jobcenter schlagen Bewerberinnen und Bewerber für einen Ausbildungsplatz vor. Die Besetzung erfolgt im Zusammenwirken mit Bildungsträger und Ausbildungsbetrieb.
  • Ausbildungsberufe: Im Regionalen Ausbildungskonsens wurde eine „Positivliste“ zu Ausbildungsberufen verabschiedet, die gute Übernahmechancen besitzen und eine realisierbare Nachfrage bei den Jugendlichen erwarten lassen. Grundsätzlich sind alle Ausbildungsberufe nach BBiG/HWO förderfähig (2 – 3,5-jährig).
  • Kreis Lippe: Für den Zeitraum 01.09.18 bis 31.08.2020 können im Kreis Lippe 48 zusätzliche  Ausbildungsplätze gefördert werden. Die Begleitung und Unterstützung erfolgt durch das Netzwerk Lippe gGmbH.

 

Kontakt

Netzwerk Lippe gGmbH

Frau Sabine Wolter

05231 6403 -90

s.wolter@netzwerk-lippe.de

 


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BiBB-Umsetzungshilfen für die Teilnovellierung der Industriellen Metall- und Elektroberufe und des Mechatronikers veröffentlicht

Das BiBB hat die Umsetzungshilfen für die Industriellen Metallberufe sowie für die Industriellen Elektroberufe und den Mechatroniker fertig gestellt und auf seiner Website veröffentlicht.

Industrielle Metallberufe: https://www.bibb.de/de/84062.php

Industrielle Elektroberufe und Mechatroniker: https://www.bibb.de/de/84066.php


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Kaufmännische Ausbildung in Hong Kong

Lust auf eine Ausbildung in der freiesten und dienstleistungsstärksten Wirtschaft der Welt? Die AHK Hong Kong bietet die Möglichkeit, eine zweijährige Berufsausbildung in Hong Kong zu absolvieren.

Angeboten wird das Programm in den Berufen „Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel“ und „Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung“. Zu den Ausbildungsunternehmen zählen große Unternehmen wie „ThyssenKrupp“, “Tchibo“, ebenso wie bekannte deutsche Handelshäuser und Niederlassungen kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Bewerben kann sich zum 30. März jeder, der mindestens Fachhochschulreife, Abitur oder einen gleichwertigen Schulabschluss verfügt und gute Englischkenntnisse mitbringt.

Hier gibt' s nähere Informationen zum Programm

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Der beste Auszubildende der Welt

Lippe - von A bis Zubi

Am 29.10.2018 geht die zweite Staffel unseres YouTube-Projekts "Lippe - von A bis Zubi" an den Start. Die Unternehmen sind begeistert und nutzen die etwas andere Möglichkeit, um für sich und die duale Ausbildung zu werben. Im Moment bekommen wir viele Anfragen von Unternehmen, sodass eine dritte Staffel im nächsten Jahr in Planung ist. Wäre das nicht auch etwas für Ihr Unternehmen? Wer noch mitmachen will, ist herzlich eingeladen, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Insgesamt sind 16 Filme bereits im Kasten oder werden zurzeit gedreht. Bis Weihnachten geht immer montags ein neuer Film an den Start. In den Videos haben die Auszubildenden die Möglichkeit, für „ihr“ Unternehmen und „ihren“ Ausbildungsberuf zu werben. Drei Minuten haben sie dafür Zeit. Damit es locker bleibt, hat Gavin Just, ein Video Blogger aus Lemgo, die Moderation übernommen.

Doch schauen Sie selbst: https://www.youtube.com/user/industrielippe.

Infos und Preise finden Sie hier.

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Projekt: Ausbildungsfonds der IHK Lippe

Wichtige Ausbildungsberufe können zum Teil nicht in Lippe beschult werden. Auszubildende in diesen Berufen müssen Fachklassen außerhalb Lippes besuchen. Hierdurch entstehen erhöhte Fahrt- und Unterbringungskosten, die zulasten der Auszubildenden gehen. Diese Kosten sind für viele potenzielle Bewerber der Grund, sich für andere Berufsbilder zu entscheiden. Auch Unternehmen schrecken davor zurück, ein solches Berufsbild anzubieten, da die Kosten für den Besuch der Berufsschule nicht getragen werden können.

Die Vollversammlung der IHK Lippe hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Auszubildende finanziell zu unterstützen, die nicht in Lippe beschult werden können.

Damit möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass eher seltene Berufe weiterhin in Lippe ausgebildet werden können.

 

Die Inanspruchnahme unseres „Ausbildungsfonds“ ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Für Fragen zu unserem Projekt steht Ihnen gerne unser Ausbildungsberater Martin Raithel unter der Telefonnummer 05231 7601-37, oder unter der E-Mail-Adresse raithel@detmold.ihk.de, zur Verfügung.

Wir freuen uns, wenn Sie unser Programm nutzen und somit Ausbildungsberufe in Lippe erhalten, die dringend benötigt werden.

 

 


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Industrie- und Handelskammer
Lippe zu Detmold

Leonardo-da-Vinci-Weg 2
32760 Detmold

Telefon: 05231 7601-0
Telefax: 05231 7601-57

ihk@detmold.ihk.de
www.detmold.ihk.de
Präsident:
Volker Steinbach

Hauptgeschäftsführer:
Axel Martens

Aufsichtsbehörde:
Zuständige Aufsichtsbehörde ist gem. § 11 Abs. 1 IHKG in Verbindung mit § 2 Abs. 1 IHKG NW der Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen