Unternehmen überzeugt: Klimaziele nur mit mehr Energieeffizienz erreichbar

Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart erhebt seit 2013 halbjährlich aktuelle und geplante Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz mit dem Energieeffizienz-Index (EEI). Das Ergebnis der Sommerumfrage unter knapp 900 deutschen Unternehmen aus über 20 Branchen: Die Unternehmen wollen so viel investieren wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Die Steigerungsrate der Energieproduktivität und die Bedeutung der Energieeffizienz ist aber insgesamt gesunken.
Für drei Viertel der deutschen Unternehmen hat Energieeffizienz eine zentrale Bedeutung zum Erreichen der Klimaschutzziele. Mehr noch als der Einsatz erneuerbarer Energien. Nur 6 Prozent der Unternehmen halten Energieeffizienz für wenig oder gar nicht wichtig. Laut der EEP-Forscher bereiten sich die Unternehmen auf höhere Anforderungen des Klimaschutzes vor. Sie wollen ihre Anstrengungen erhöhen und mehr in Energieeffizienz investieren.
Die Forscher identifizieren allerdings ein Problem für die Zukunft: Trotz höherer Investitionen wächst die Energieproduktivität nicht mit. Die Schere zwischen Investitionshöhe und Einspareffekt geht zunehmend auseinander. Laufende und künftige Investitionen erfolgen im Schnitt zu höheren Kosten pro eingesparter Kilowattstunde.
Bei der Planung der Energiestrategie beziehen über 80 Prozent der Unternehmen den eigenen Fuhrpark ein. Vor allem wollen sie Kraftstoffkosten sparen, gleichermaßen ist ihnen aber auch die Steigerung ihrer Energieeffizienz wichtig.
Knapp 900 Unternehmen aus über 20 Branchen beantworteten auch die halbjährlich wechselnden Sonderfragen des EEI. Für den Sommerindex wurde z.B. abgefragt: Wie schätzen Sie die Bedeutung der beiden Handlungsfelder Energieeffizienzsteigerung und Einsatz Erneuerbarer Energien für Ihr Unternehmen zum Erreichen der Klimaschutzziele ein?
Der EEI wird unter anderem in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Fraunhofer IPA und dem TÜV Rheinland und weiteren Partnern erstellt.
(Quelle idw-online)