BNetzA-Entwurf zum Messen und Schätzen bei EEG-Umlagepflichten: Stellungnahmen möglich

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Juli den Entwurf eines Hinweispapiers zum Messen und Schätzen bei EEG-Umlagepflichten zur öffentlichen Konsultation gestellt. Der DIHK erstellt gemeinsam mit dem HDE und dem VEA eine Stellungnahme.
Bei der Zahlung der EEG-Umlage können einige Verbraucher, wie z.B. besonders energieintensive Industriebetriebe und Eigenerzeuger, Ausnahmen und Entlastungen in Anspruch nehmen. Dabei ist sicherzustellen, dass sich die Entlastung nicht auf weitere Unternehmen oder Bereiche am Standort erstreckt, die nicht zur entlastungsberechtigt sind. Bisher war dies nur mit aufwändiger Messtechnik möglich.
Um die EEG-Umlage abrechnen zu können und um die Entlastungen in Anspruch nehmen zu können, ist eine Abgrenzung von Strommengen erforderlich. Ohne Abgrenzung kann ein Umlageschuldner nicht darlegen, für welche Strommengen er nur eine geringere oder gar keine EEG-Umlage zahlen muss. Die §§ 62a und 62b EEG bekräftigen zwar, dass grundsätzlich eine messtechnische Abgrenzung erforderlich ist. Andererseits werden zahlreiche Vereinfachungen eingeführt, die eine praxistaugliche Abwicklung erleichtern.
Mit dem Hinweispapier will die BNetzA die neuen Regelungen anhand praxistauglicher Beispiele konkretisieren und ihr Verständnis zu den Regelungen zum Messen und Schätzen darlegen. Es soll eine einheitliche Umsetzung fördern.
(Quelle BNetzA)