BesAR-Antrag pünktlich abgeben! Nachweise später einreichen?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat bekannt gegeben, dass die materielle Ausschlussfrist (30. Juni) bei der Besonderen Ausgleichsregel (BesAR) wegen Corona weniger streng ausgelegt wird. Die Bundesregierung will dazu eine Sonderregelung in das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) aufnehmen.
Normalerweise müssen alle Unterlagen bis zum Stichtag eingegangen. Sind Unterlagen nicht pünktlich oder unvollständig eingegangen, kann der Antrag nicht positiv beschieden werden. Eine Nachreichung ist nicht möglich.
Die Bafa hat in der besonderen Situation Folgendes veröffentlicht:
"Das BAFA ist sich bewusst, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Einhaltung der materiellen Ausschlussfrist (30. Juni 2020) unmöglich machen können. Wenn eine vollständige Antragstellung, insbesondere die Einreichung der fristrelevanten Unterlagen „Wirtschaftsprüfervermerk“ und „Zertifizierungsbescheinigung“, wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht ordnungsgemäß bis zum 30. Juni 2020 erfolgen kann, wird das BAFA diese Umstände als „höhere Gewalt“ werten und Nachsicht gewähren.
Die betroffenen Unternehmen sind verpflichtet, die ordnungsgemäße Antragstellung unverzüglich
nachzuholen und bei Antragstellung dem BAFA die Umstände mitzuteilen, warum die Auswirkungen
der Corona-Pandemie eine fristgerechte Antragstellung nicht ermöglichten."
Die Bundesregierung will über eine schnelle Novelle des EEG eine Sonderregelung für das Antragsjahr 2020 in das Gesetz aufnehmen. Antragstellende Unternehmen könnten demnach die erforderlichen Nachweise (insbesondere die Wirtschaftsprüferbescheinigung nach § 64 Absatz 3 Nummer 1 Buchstabe c und das Zertifikat nach § 64 Absatz 3 Nummer 2 EEG 2017) bis zum 30. November 2020 nachgereichen. Der Antrag müsste aber weiterhin fristgerecht bis zum 30. Juni 2020 eingereicht werden.
(Quelle DIHK)