Start im Herbst: KMU-Förderung für nichttechnische Innovationen

Das Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) fördert im Pilotprogramm "Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)" künftig auch nichttechnische Innovationen, wie z. B. neue digitale Geschäftsmodelle. Das Programm will damit insbesondere die Innovationskraft von KMU, Selbständigen und jungen Unternehmen stärken. Die erste Ausschreibung soll im Herbst erfolgen.
Im Fokus der Förderung stehen die sog. "nichttechnischen Innovationen". Konkret erfasst werden von der neuen Förderrichtlinie unter anderem innovative Geschäftsmodelle, Servicekonzepte und Designansätze, aber auch Anwendungssoftware wie neuartige Lern-Apps sowie neue Formen der Technologienutzung. Sie müssen auch im internationalen Vergleich Neuigkeitswert haben.
Dabei sind für KMU (inkl. Selbständige und junge Unternehmen) drei verschiedene Projektformen möglich:
  1. Machbarkeitstests als Einzel- oder Kooperationsprojekte in der innovativen Frühphase
    Projektlaufzeit höchstens 12 Monate.
    Fördersatz: abhängig von der Unternehmensgröße 60 bis 70 Prozent
    maximale Höhe der förderfähigen Kosten bzw. Ausgaben und der Zuwendungen: 70.000 Euro
  2. Komplexe Einzel-und Kooperationsprojekte zur Ausreifung von Innovationen samt umfangreichen Markttests und Pilotierung am Markt
    Projektlaufzeit höchstens 24 Monate
    Fördersatz: abhängig von der Unternehmensgröße 45 bis 55 Prozent
    maximale Höhe der förderfähigen Kosten bzw. Ausgaben und der Zuwendungen: 300.000 Euro
  3. Übergreifende Innovationsnetzwerke unter Leitung einer Netzwerkmanagements aus mindestens fünf Unternehmen, die Wissen zu übergreifenden Innovationsthemen erarbeiten, Ideen entwickeln und Innovationen umsetzen.
    Projektlaufzeit höchstens 27 Monate
    Die Förderung des Netzwerkmanagements erfolgt degressiv und abhängig von der Unternehmensgröße in
    - Projektphase 1: 90 Prozent und in
    - Projektphase 2: 50 bis 80 Prozent
    maximale Höhe der förderfähigen Kosten bzw. Ausgaben und der Zuwendungen: 300.000 Euro
Der Programmstart soll im Herbst mit einem ersten Förderaufruf zu digitalen und datengetriebenen Geschäftsmodellen und Pionierlösungen erfolgen. Für das kommende Jahr ist ein zweiter Aufruf geplant, der besonders auf kultur- und kreativwirtschaftliche Innovationen zielt. Ein dritter Aufruf soll voraussichtlich Innovationen mit einem besonders hohen „Social Impact“ adressieren, beispielsweise im Bereich Bildung und Informationszugang. Es stehen 25 Millionen Euro über 4 Jahre zur Verfügung.
Die neue Pilotförderung ist Teil der Transferinitiative des BMWi, die das Ziel verfolgt, Hindernisse und Lücken auf dem Weg von der Idee zum Markterfolg zu benennen und zu beseitigen.
(Quelle BMWi, DIHK)