Patentdichte: Lippe 2019 an zweiter Stelle in OWL

Wie innovativ sind lippische Unternehmen, Erfinder und Hochschulforscher? Ein Indikator ist die Patentaktivität, die die IHK Lippe seit mehreren Jahren ermittelt. 2019 wurden 347 Produktideen, Technologien und Verfahren aus Lippe patentrechtlich geschützt. Das sind zwar knapp 7 Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch 7 Prozent weniger als in den bisher besten Jahren 2015 und 2014.
2019 wurden aus Lippe erneut etwas mehr Patente angemeldet.
(Datenbasis: Landesdatenbank NRW, destatis und DPMA, Grafik IHK Lippe)
Mit einer Patentdichte (Zahl der Patente pro 100.000 Einwohner) von 100 (nach 93 in 2018) landet Lippe im OWL-Vergleich wie im Vorjahr deutlich hinter Gütersloh, aber erstmals seit 2015 wieder auf Platz 2. Der Kreis Gütersloh weist die bei weitem höchste Patentdichte in OWL auf (171 nach 159 in 2018).
Im OWL-Vergleich konnten bis auf den Kreis Höxter Anmelder aus allen Kreisen eine Steigerung der Patentaktivität verbuchen. Der OWL-Schnitt liegt mit einer durchschnittlichen Patendichte von 94 auch 2019 deutlich über dem Bundes- und Landesschnitt (Ø 56 bzw. 39), aber weit hinter den bundesweit führenden Ländern Baden-Württemberg (Ø 138) und Bayern (Ø 108).
Die "Patentdichte" wird gerne als Beleg der Innovationskraft von Regionen herangeführt. Einen erheblichen Einfluss auf die teilweise sehr hohe Patentdichte bestimmter Regionen haben besonders patentaktive Großkonzerne wie Bosch (4.202 Patente), Schaeffler (2.385 Patente) oder BMW (1.773). Diese Top 3 haben in Summe laut Statistik des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) knapp 18 Prozent aller Patente eingereicht. Die Miele & Cie. KG ist 2019 mit 337 Patenten das patentaktivste Unternehmen in OWL, Phoenix Contact mit 214 Patenten in 2019 das patentaktivste Unternehmen aus Lippe.