Patentdichte: Lippe auch 2018 etwas besser

Wie innovativ sind lippische Unternehmen, Erfinder und Hochschulforscher? Ein Indikator ist die Patentaktivität, die die IHK Lippe seit mehreren Jahren ermittelt. 2018 wurden 324 Produktideen, Technologien und Verfahren aus Lippe patentrechtlich geschützt. Das sind zwar knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch 15 Prozent weniger als in den bisher besten Jahren 2015 und 2014.
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2018 wurden aus Lippe erneut etwas mehr Patente angemeldet.
(Datenbasis: Landesdatenbank NRW, destatis und DPMA, Grafik IHK Lippe)
Mit einer Patentdichte (Zahl der Patente pro 100.000 Einwohner) von 93 (nach 89 in 2017) landet Lippe im OWL-Vergleich wie im Vorjahr deutlich hinter Gütersloh und Minden-Lübbecke sowie knapp hinter Herford auf Platz 4 und verliert damit einen Platz. Der Kreis Gütersloh weist die bei weitem höchste Patentdichte in OWL auf (159 nach 151 in 2017).
Im OWL-Vergleich konnten bis auf den Kreis Höxter Anmelder aus allen Kreisen eine Steigerung der Patentaktivität verbuchen. Der OWL-Schnitt liegt mit einer durchschnittlichen Patendichte von 94 auch 2018 deutlich über dem Bundes- und Landesschnitt (Ø 56 bzw. 38), aber weit hinter den bundesweit führenden Ländern Baden-Württemberg (Ø 133) und Bayern (Ø 114).
Die "Patentdichte" wird gerne als Beleg der Innovationskraft von Regionen herangeführt. Einen erheblichen Einfluss auf die teilweise sehr hohe Patentdichte bestimmter Regionen haben besonders patentaktive Großkonzerne wie Bosch (4.230 Patente), Schaeffler (2.417 Patente) oder Ford (1.921). Diese Top 3 haben in Summe laut Jahresbericht 2018 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) über 18 Prozent aller Patente eingereicht. Auf Rang 19 der bundesdeutschen Rangliste landet die Miele & Cie. KG mit 348 Patenten. Phoenix Contact ist mit 148 Patenten in 2018 das patentaktivste Unternehmen und landet im bundesweiten Vergleich auf Platz 42.