Freihandelsabkommen während der Übergangsphase

Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union verlieren alle Freihandelsabkommen, die zwischen der EU und Drittstaaten bestehen, sowie weitere handelsbezogene Abkommen ihre Gültigkeit in Bezug auf das Vereinigte Königreich.
Das Austrittsabkommen sieht vor, das Vereinigte Königreich für den Zeitraum der Übergangsphase als Mitgliedstaat der Europäische Union anzusehen. Somit könnten die Briten weiterhin von den Handelsverträgen profitieren, britische Waren behielten ihren EU-Ursprung und (Vor-)Materialien könnten für als EU-ursprungsbegründend bei Präferenzkalkulationen berücksichtigt werden. Die jeweiligen Vertragspartner müssen dieser Vorgehensweise jedoch zustimmen.
Andernfalls könnten schon während der Übergangsphase Zölle für britische Waren anfallen und britische Vormaterialien nicht mehr für den EU-Ursprung eines Produktes zählen. Ursprungsnachweise könnten unter Umständen von einzelnen Staaten nicht mehr anerkannt werden.
Folgende Staaten haben bereits zugestimmt:
Die britische Regierung plant, auf ihrer Internetseite eine Übersicht zu veröffentlichen.
Das britische Handelsministerium hatte bereits im Sommer eine Liste veröffentlicht, welche Staaten zugesagt haben, das Vereinigte Königreich für die Dauer der Übergangsphase als EU-Mitgliedstaat zu behandeln. Diese Übersicht finden Sie im Schreiben des britischen Handelsministeriums: Liste Freihandelsabkommen 
Welche Freihandelsabkommen nach dem Ende der Übergangsphase zur Anwendung kommen, finden Sie auf der Internetseite des britischen Handelsministeriums: Liste Handelsabkommen Roll-Over
Quelle: GTAI v. 10.02.2020