Bundesprogramm sichert Ausbildungsplätze

Ausbildungsplätze sichern
Die im Koalitionsbeschluss vorgesehene Förderung neuer Ausbildungsverträge ist mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umgesetzt worden. Ziel ist es, ausbildende Betriebe in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation dabei zu unterstützen, Ausbildungskapazitäten aufrecht zu erhalten oder zu steigern, Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden sowie Anreize zur Übernahme von Auszubildenden im Falle einer pandemiebedingten Insolvenz zu schaffen.Die 1. Förderrichtlinie des Bundesprogramms mit der " Ausbildungsprämie", der " Ausbildungsprämie plus", dem " Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" und der " Übernahmeprämie" ist zum 01. August 2020 in Kraft getreten. Die Förderung zur Sicherung von Ausbildungsplätze wurde vom 11. Dezember an ausgeweitet. Eine weitere Verlängerung bzw. Weiterentwicklung der 1. Förderrichtlinie ist am 27.03.2021 Inkraft getreten. Das Programm nimmt jetzt auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 in den Blick, um die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise zu verringern und den Ausbildungsmarkt weiter zu stärken. Außerdem wird das Programm einem größeren Kreis von Betrieben zugänglich gemacht. Das wird durch die Erhöhung der Prämien für die Neueinstellung oder die Übernahme von Auszubildenden sowie der Ausweitung der Förderung zur Vermeidung von Kurzarbeit umgesetzt.Die 2. Förderrichtlinie zur "Auftrags- und Verbundausbildung" ist in einer zweiten Richtlinie geregelt und ist ursprünglich zum 30. Oktober 2020 in Kraft getreten. In der Zweiten Förderrichtlinie des Bundesbildungsministeriums, deren Neufassung am 30. April 2021 veröffentlicht worden ist, wurden Verbesserungen bei der Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung und eine neue Förderung von Prüfungsvorbereitungslehrgängen eingeführt. Die Fördervoraussetzungen wurden flexibilisiert, die Förderbeträge laufzeitabhängig gestaffelt und erhöht und die Förderung wurde einem größeren Kreis an Unternehmen zugänglich gemacht.

Folgende Eckpunkte der 1. Förderrichtlinie wurden dafür angepasst:

Generelle FördervoraussetzungenDie Kriterien für die erhebliche Corona-Betroffenheit werden für Ausbildungen ab 01.06.2021 deutlich reduziert. Beim Umsatzeinbruch ist für Ausbildungsverhältnisse, die ab 01.06.2021 starten, nur noch ein 30%-iger Rückgang in mindestens einem Monat erforderlich.Bisher konnten nur Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeiter von der Ausbildungsprämie profitieren. Für Ausbildungen, die ab 01.06.2021 beginnen, können Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden gefördert werden.Ab Inkrafttreten werden auch Ausbildungswechsler unabhängig vom Ausbildungsjahr mit Ausbildungsprämien gefördert. Ausbildungsprämie / Ausbildungsprämie plusDie Ausbildungsprämien werden für Ausbildungen, die bis zum 31.05.2021 beginnen - rückwirkend zum 16. Februar 2021 - in bisheriger Höhe verlängert.Für neue Ausbildungen, welche frühestens ab dem 1. Juni 2021 beginnen, wird die Ausbildungsprämie von 2.000 Euro auf 4.000 Euro und die Ausbildungsprämie plus von 3.000 Euro auf 6.000 Euro verdoppelt. ZuschüsseDer Anreiz, Auszubildende und ihre Ausbilder trotz Kurzarbeit im Betrieb zu halten, wird verbessert. Mit Inkrafttreten gibt es deshalb nicht nur einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung, sondern auch einen Zuschuss zur Ausbildervergütung.Es gibt einen " Lockdown II-Sonderzuschuss" für Kleinstunternehmen bis 4 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit aufgrund coronabedingter behördlicher Anordnung einstellen mussten oder nur in geringem Umfang weiterführen konnten. Dies wird ein Zuschuss in Höhe von pauschal 1.000 Euro je Azubi sein, wenn die Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt wurde. ÜbernahmeprämieDie Übernahmeprämie wird mit Inkrafttreten bis 31.12.2021 verlängert und auf 6.000 EUR verdoppelt. Mit ihr wird künftig neben der Übernahme eines Auszubildenden aus einem Insolvenzfall auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit

Folgende Eckpunkte der 2. Förderrichtlinie wurden dafür angepasst:

Auftrags- und Verbundausbildung Ab dem 3. Mai 2021 können Anträge zur Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung nur noch auf Basis dieser neuen Förderbestimmungen gestellt werden!Die Fördervoraussetzungen wurden flexibilisiert, die Förderbeträge laufzeitabhängig gestaffelt und erhöht und die Förderung wurde einem größeren Kreis an Unternehmen zugänglich gemacht. So ist nun auch die Förderung des Auszubildende zeitweise abgebenden Stammausbildungsbetriebes möglich:Zur Unterstützung einer oder mehrerer aufgrund der Pandemiebelastung des Ausbildungsbetriebs kurzfristig notwendigen Auftrags- oder Verbundausbildungen wird ein Zuschuss in Höhe von 450 Euro pro Woche, maximal 8.100 Euro gewährt.Antragsberechtigt ist entweder der Ausbildungsbetrieb mit bis zu 499 Mitarbeitenden oder – unabhängig von der Größe - der aufnehmende Betrieb oder ein Bildungsträger bspw. eine überbetriebliche Berufsbildungsstätte.Die Mindestdauer der förderfähigen Auftrags- und Verbundausbildung beträgt nur noch vier Wochen.Eine wiederholte Förderung bis zum Höchstbetrag ist möglich.Auftrags- und Verbundausbildung bietet sich immer dort an, wo z.B. aufgrund von Kurzarbeit oder infolge der durch das Infektionsgeschehen bedingten zeitlich befristeten Betriebsschließungen die notwendigen Voraussetzungen fehlen, um alle Lehrinhalte abzudecken. In diesen Fällen kann ein Bildungsträger oder ein anderes Unternehmen je nach Vereinbarung einen oder mehrere Teile der Ausbildung übernehmen.Um Auszubildende noch stärker bei dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung unter die Arme zu greifen, werden im Jahr 2021 außerdem besonders pandemie-betroffene Betriebe mit Zuschüssen zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge unterstützt werden, wenn sie ihren Auszubildenden Plätze in solchen - auch digitalen - Lehrgängen zur Verfügung stellen. Dafür können Ausbildungsbetriebe je Auszubildender/n einmalig 50 Prozent der Kosten für einen Vorbereitungslehrgang erhalten, maximal jedoch 500 Euro. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

An wen richtet sich die Förderung?

Betriebe, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits-und Sozialwesen durchführen. Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus:
ausschließlich ausbildende kleine und mittlere Unternehmenfür Ausbildungsverhältnisse, die bis zum 31. Mai 2021 beginnen:
mit bis zu 249 Mitarbeiternfür Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen:
mit bis zu 499 Mitarbeitern Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit:
Diese Förderungen (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung und Zuschuss zur Ausbildervergütung) waren bisher ausschließlich für ausbildende kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern.
Ab März 2021 sind diese möglich für Betriebe mit bis zu 499 Mitarbeitern! Lockdown-II-Sonderzuschuss:
Eine Förderung mit dem „Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen“ ist ausschließlich für Kleinstunternehmen mit bis zu vier Mitarbeitern möglich. Übernahmeprämie:
Bei der Übernahmeprämie sind ausbildende Unternehmen unabhängig von der Zahl ihrer Mitarbeiter! Förderung von pandemiebedingter Auftrags- und Verbundausbildung und Zuschüsse zu Prüfungsvorbereitungslehrgängen:
Ab dem 3. Mai 2021 können Anträge zur Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung nur noch auf Basis dieser neuen Förderbestimmungen gestellt werden!Ausschlusskriterien: Praktika sind ausgeschlossen.Pro Ausbildungsvertrag kann entweder eine Ausbildungsprämie, eine Ausbildungsprämie plus oder eine Übernahmeprämie plus gewährt werden. Mehrere Prämien für einen Ausbildungsvertrag werden nicht gewährt. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn der Ausbildungsbetrieb für ein und denselben Ausbildungsvertrag bereits eine Förderung mit gleicher Zielrichtung oder mit gleichem Inhalt erhält.Es kann entweder für einen Ausbildungsvertrag eine Förderung in Form des „Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit“ in Anspruch genommen werden oder die Förderung mit dem Lockdown-II-Sonderzuschuss.Der Ausbildungsbetrieb muss seinen Sitz in Deutschland haben.

Fördermöglichkeiten

"Ausbildungsprämie" bei Erhalt des Ausbildungsniveaus (1. Förderrichtlinie)Ziel der Förderung:Ausbildungsbetriebe zu motivieren, ihr Ausbildungs­platzangebot trotz der Folgen der Corona-Krise aufrecht zu erhalten.Antragsvoraussetzungen:Eine Ausbildungsprämie wird einem Ausbildungsbetrieb, der durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen ist, für eine neu beginnende Berufsausbildung gewährt, wenn er die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungs­verträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre hält.Um die Ausbildungsprämie zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:Zahlung von Kurzabeitergeld
Dem Betrieb wurde seit Januar 2020 wenigstens für einen Zeitraum von einem Monat, der vor dem Ausbildungsbeginn liegt, von der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld gezahlt
oderUmsatzrückgang
Der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 gegenüber dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens
- 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten oder
- 30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten
eingebrochen.
Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.
NEU ab 01.06.2021 gültig (für Ausbildungsverhältnisse, die ab 01.06.2021 beginnen) :
Der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 gegenüber dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 um mindestens
- 30 Prozent in einem Monat
eingebrochen.
Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, wird der Umsatz mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen.Die Ausbildungsprämie wird für jede neu beginnende Berufsausbildung, die nach dem jeweiligen Ausbildungsvertrag frühestens am 24. Juni 2020 begonnen haben, gewährt. Die Ausbildung muss spätestens am 31. Mai 2021 begonnen haben. (Informationen zu den Förderungen ab dem 01. Juni 2021 finden Sie weiter unten). Die Ausbildungsprämie steht unter der Bedingung, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht.Die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge wird auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre gehalten, wenn die Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen nach Abschluss der Probezeiten aller neuen Ausbildungsverträge in dem Ausbildungsbetrieb gleichhoch ist, wie es die entsprechende Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen im Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre (2017-2019) war. Für den Vergleich wird der im Zeitraum vom vom 24. Juni bis 23. Juni des Folgejahres begonnenen Berufsausbildungen, deren Probezeit abgeschlossen ist, abgestellt. Der Ausbildungsbetrieb hat die Anzahl der Ausbildungsverträge sowie die Ausbildungsvergütung durch eine Bescheinigung nachzuweisen. Ist der Ausbildungsbetrieb innerhalb der letzten drei Jahren gegründet worden, wird auf die vorhandenen zurückliegenden Ausbildungsjahre abgestellt.Umfang und zeitlicher Rahmen der Förderung:Die „Ausbildungsprämie“ beträgt einmalig 2.000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. NEU ab dem 1. Juni 2021:Für Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen, erhöht sich die Förderung auf 4.000 Euro. Zudem können ab diesem Zeitpunkt Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten die entsprechenden Förderungen beantragen.Die Ausbildungsprämie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.Beantragung und Fristen:Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit. Anträge auf diese Förderungen sind demnach bei der Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt) zu stellen.Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.Der Antrag ist spätestens 3 Monate nachdem die Probezeit des begründeten Ausbildungsverhältnisses erfolgreich abgeschlossen wurde, zu stellen. Bitte verwenden Sie ausschließlich die hier hinterlegten Formulare Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit! Die Bescheinigung über die Anzahl der Ausbildungsverträge können Sie uns hier übermitteln!Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht.
Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen. Das Programm endet am 31. Dezember 2022.

"Ausbildungsprämie plus" bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes (1. Förderrichtlinie)
Ziel der Förderung:Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen zu motivieren, ihr Ausbildungsplatzangebot trotz der Folgen der Corona-Krise zu erhöhen. Auch erstausbildende Unternehmen können die Ausbildungsprämie erhalten.Antragsvoraussetzungen:Eine Ausbildungsprämie plus wird einem Ausbildungsbetrieb, der durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen ist für eine neu beginnende Berufsausbildung gewährt, wenn er durch diese für das neue Ausbildungsjahr eine höhere Anzahl an Ausbildungsverträgen abschließt, als er es im Durchschnitt der letzten drei Jahre (2017-2019) getan hat.Um die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:Zahlung von Kurzabeitergeld
Dem Betrieb wurde seit Januar 2020 wenigstens für einen Zeitraum von einem Monat, der vor dem Ausbildungsbeginn liegt, von der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld gezahlt
oderUmsatzrückgang
Der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 gegenüber dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens
- 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten oder
- 30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten
eingebrochen.
Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.
NEU ab 01.06.2021 gültig (für Ausbildungsverhältnisse, die ab 01.06.2021 beginnen) :
Der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 gegenüber dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 um mindestens
- 30 Prozent in einem Monat
eingebrochen.
Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, wird der Umsatz mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen.Für die Zuordnung zum neuen Ausbildungsjahr ist allein der Ausbildungsbeginn maßgeblich. Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 24.06.2020 bis 31.05.2021 begonnen haben. (Informationen zu den Förderungen ab dem 01. Juni 2021 finden Sie weiter unten auf dieser Seite.). Auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Ausbildungsvertrags kommt es dabei nicht an, d.h., es können auch Ausbildungen gefördert werden, für die der Ausbildungsvertrag bereits vor Inkrafttreten der Förderrichtlinie abgeschlossen worden ist.Die Ausbildungsprämie plus steht unter der Bedingung, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht.Für das neue Ausbildungsjahr wird eine höhere Anzahl an Ausbildungsverträgen abgeschlossen, wenn die Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen in dem Ausbildungsbetrieb nach Abschluss der Probezeiten aller neuen Ausbildungsverträge höher ist, als es die entsprechende Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen im Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre war. Umfasst sind auch erstmals ausbildende Betriebe.Der Ausbildungsbetrieb hat die Anzahl der Ausbildungsverträge sowie die Ausbildungsvergütung durch eine Bescheinigung nachzuweisen.Umfang und zeitlicher Rahmen der Förderung:Die „Ausbildungsprämie plus“ beträgt einmalig 3.000 Euro für jeden zusätzlichen, die bisherige durchschnittliche Anzahl übersteigenden Ausbildungs­vertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. NEU ab dem 1. Juni 2021:Für Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen, erhöht sich die Förderung auf 6.000 Euro. Zudem können ab diesem Zeitpunkt Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten die entsprechenden Förderungen beantragen.Die Ausbildungsprämie plus wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.Beantragung und Fristen:Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit. Anträge auf diese Förderungen sind demnach bei der zuständig Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt) zu stellen.Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.Der Antrag ist spätestens 3 Monate nachdem die Probezeit des begründeten Ausbildungsverhältnisses erfolgreich abgeschlossen wurde, zu stellen. Bitte verwenden Sie ausschließlich die hier hinterlegten Formulare Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit! Die Bescheinigung über die Anzahl der Ausbildungsverträge können Sie uns hier übermitteln!Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen. Das Programm endet am 31. Dezember 2022. "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" und "Zuschuss zu den Lohnkosten" zur Vermeidung von Kurzarbeit (1. Förderrichtlinie)Ziel der Förderung:Kurzarbeit bei Auszubildenden soll vermieden werden, um trotz Arbeitsausfall im Ausbildungsbetrieb die Fortführung laufender Ausbildungen zu unterstützen.Antragsvoraussetzungen:KMU, die ihre laufenden Ausbildungsaktivitäten trotz der Belastungen durch die COVID-19-Krise fortsetzen und Auszubildende sowie deren Ausbilder trotz erheblichem Arbeitsausfall nicht in Kurzarbeit bringen.Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:Die Ausbildung wird trotz Kurzarbeit im eigenen Betrieb oder im Rahmen einer Auftrags- oder Verbundausbildung fortgesetzt.Die Auszubildenden sind von der Kurzarbeit im Betrieb ausgenommen. Auch deren Ausbilderinnen und Ausbilder sind nicht in Kurzarbeit.Erforderlich ist ein Arbeitsausfall der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kurzarbeitergeldbezug von mindestens 50 Prozent; anderenfalls wird davon ausgegangen, dass die Ausbildungsaktivitäten auch ohne Förderung wie üblich fortgesetzt werden können.Für Monate in dem die Auszubildenden oder die Ausbilderinnen und Ausbilder bereits Kurzarbeitergeld erhalten haben beziehungsweise dieses beantragt wurde, ist kein Zuschuss möglich. Die Anzahl der Tage, für die Kurzarbeitergeld beantragt wurde, spielt dabei keine Rolle. NEU:
Ab März 2021 können auch Unternehmen bis zu 499 Beschäftigte einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen. Da der Zuschuss rückwirkend beantragt wird können diese Unternehmen erstmals im April 2021 einen Antrag für den März 2021 stellen.Wenn das Unternehmen Kurzarbeit anzeigt, musste in der Vergangenheit gleichzeitig eine Anzeige bei der örtlichen Agentur für Arbeit erfolgen, dass die Ausbildung fortgesetzt wird. Die Pflicht zur Anzeige entfällt mit der Änderung der Förderrichtlinie! Ist die Förderung mit einem Zuschuss nur deshalb abgelehnt worden, weil die Anzeige der Fortsetzung der Berufsausbildung nicht oder nicht rechtzeitig erfolgte, ist für dasselbe Ausbildungsverhältnis eine erneute Antragsstellung innerhalb von drei Monaten nach dem Tag der Verkündung der 2. Änderungsbekanntmachung zur Ersten Förderrichtlinie zulässig.Wurde bereits ein Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen bezogen, ist eine zusätzliche Förderung mit dem Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit ausgeschlossen.Umfang und zeitlicher Rahmen:Zuschuss zur AusbildungsvergütungDer „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ beträgt 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Auszubildenden und jeden Monat (nicht rückzahlbare Anteilsfinanzierung), in dem ein relevanter Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.Bemessungsgrundlage ist das sich auf Grundlage der im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsvergütung ergebende Arbeitgeber-Brutto ohne Berücksichtigung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.Die Förderung wird rückwirkend ausbezahlt. Der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung kann erstmals für den Monat, in dem die Förderrichtlinie in Kraft tritt, und letztmals für den Juni 2021 gewährt werden.Zuschuss zu den LohnkostenAb März 2021 kann auch ein Teil der Lohnkosten der Ausbilderinnen und Ausbilder bezuschusst werden. Die Förderung umfasst 50% der Brutto-Vergütung der/des Ausbilderin/Ausbilders, gedeckelt auf 4.000 Euro, zuzüglich 20 Prozent Sozialversicherungspauschale.Beantragung und Fristen:Für die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen ist die benannte Agentur für Arbeit zuständig (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk die für den Ausbildungsbetrieb zuständige Lohnabrechungsstelle liegt).Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.Der Antrag muss monatlich rückwirkend gestellt werden. Der Antrag ist innerhalb von 3 Monaten nach dem Monat zu stellen, für den der Antrag gilt. Für die Monate August 2020 bis Februar 2021 kann der Antrag auf Zuschuss zur Ausbildungsvergütung bis zum 26. Juni 2021 gestellt werden. Ist in der Vergangenheit ein Antrag nur deshalb abgelehnt worden, weil die Fortsetzung der Berufsausbildung gar nicht oder nicht rechtzeitig angzeigt wurde, kann für dasselbe Ausbildungsverhältnis ein neuer Antrag bis zum 26. Juni 2021 gestellt werden.Der Antrag auf "Zuschuss zu den Lohnkosten" im Rahmen der erweiterten Förderung kann erstmals im April 2021 rückwirkend für den März 2021 beantragt werden.Sowohl der "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" als auch der "Zuschuss zur Ausbildervergütung" können beide letztmals für Dezember 2021 gewährt werden. Bitte verwenden Sie ausschließlich die hier hinterlegten Formulare Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit! Die Bescheinigung über die Anzahl der Ausbildungsverträge können Sie uns hier übermitteln!Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen. Das Programm endet am 31. Dezember 2022. Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen (1. Förderrichtlinie)Ziel der Förderung:Unterstützung von kleinen Ausbildungsbetrieben mit bis zu 4 Beschäftigten, die trotzdem weiter ausgebildet haben obwohl sie ihren Geschäftsbetrieb (nahezu) aufgrund von Corona-Anordnungen beim 2. Lockdown ganz oder weitgehend einstellen mussten.Antragsvoraussetzungen:Der Ausbildungsbetrieb hat höchstens 4 Beschäftigte. Franchise-Nehmerinnen und -Nehmer sind in der Regel nicht dem Gesamtunternehmensverbund zuzurechnen, sondern werden einzeln bewertet. Die genaue Berechnung sind den Ausfüllhinweisen zum Antrag zu entnehmen.Die Geschäftstätigkeit musste aufgrund Corona-bedingter, behördlicher Anordnung eingestellt oder stark eingeschränkt werden. Als Einschränkungen gelten zum Beispiel der Außerhausverkauf von Restaurants, der Hotelbetrieb ausschließlich mit Geschäftsreisenden und „Call/ click and collect“-Modelle im Einzelhandel.Die Ausbildung wurde dennoch seit November 2020 an mindestens 30 Arbeitstagen im eigenen Betrieb oder im Rahmen einer Auftrags- oder Verbundausbildung fortgesetzt.Wird bereits der Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit bezogen, ist eine zusätzliche Förderung mit dem Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen ausgeschlossen.Umfang und zeitlicher Rahmen:Die Höhe des Sonderzuschusses beträgt einmalig 1.000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.Beantragung und Fristen:Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit. Anträge auf diese Förderungen sind demnach bei der Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt) zu stellen.Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen. Bitte verwenden Sie ausschließlich die hier hinterlegten Formulare Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit! Die Bescheinigung über die Anzahl der Ausbildungsverträge können Sie uns hier übermitteln!Der Antrag für den Lockdown-II-Sonderzuschuss muss spätestens bis zum 31. Juli 2021 gestellt werden.Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen.Übernahmeprämie (1. Förderrichtlinie)Ziel der Förderung:Die Weiterführung von Ausbildungsverhältnissen bei pandemiebedingter Insolvenz eines ausbildenden KMU soll gesichert werden.Antragsvoraussetzungen:Die Ausbildung kann als Folge der Corona-Pandemie im ursprünglichen Ausbildungsbetrieb nicht fortgesetzt werden.Die Übernahme des Azubis erfolgt für die restliche Dauer der Ausbildung.Die Übernahme des Azubis findet zwischen 01. August 2020 und 31. Dezember 2021 statt.Stammt die oder der Auszubildende aus einem insolventen Betrieb, muss das Insolvenzverfahren bis zum 30. Dezember 2021 eröffnet worden sein. (Vor dem 31. Dezember 2019 bestanden gemäß EU-Definition keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten.)
NEU:
Für die Übernahmeprämie spielt es keine Rolle mehr, ob die Kündigung aus wichtigen Grund aufgrund pandemiebedingter Beeinträchtigung des betrieblichen Geschehens erfolgt ist oder ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag aufgrund der Folgen der Corona-Krise geschlossen wurde, da die Fortsetzung der Ausbildung nicht mehr möglich ist.Übernahmeprämien zielen auf die Ausbildung fortsetzende Unternehmen jeglicher Betriebsgröße!Pro Ausbildungsvertrag kann entweder eine Ausbildungsprämie, eine Ausbildungsprämie plus oder eine Übernahmeprämie plus gewährt werden. Mehrere Prämien für einen Ausbildungsvertrag werden nicht gewährt. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn der Ausbildungsbetrieb für ein und denselben Ausbildungsvertrag bereits eine Förderung mit gleicher Zielrichtung oder mit gleichem Inhalt erhält.
 Art und Umfang, Höhe der Zuwendung:Die Förderung erfolgt bei Vorliegen der Voraussetzungen durch eine einmalige Übernahmeprämie in Höhe von 6.000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt (nicht rückzahlbarer Fest­betrag). Die Übernahmeprämie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.Beantragung und Fristen:Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit. Anträge auf diese Förderungen sind demnach bei der Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt) zu stellen.Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.Der Antrag muss spätestens 3 Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit des neu begründeten Ausbildungsverhältnisses gestellt werden.Sie können eine Förderung mit der Übernahmeprämie für Ausbildungen erhalten, die zwischen 1. August 2020 und 31. Dezember 2021 fortgesetzt werden. Bitte verwenden Sie ausschließlich die hier hinterlegten Formulare Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit! Die Bescheinigung über die Anzahl der Ausbildungsverträge können Sie uns hier übermitteln!Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen. Das Programm endet am 31. März 2022. Auftrags- und Verbundausbildung (2. Förderrichtlinie)Ziel der Förderung:Förderung der stärkeren Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung in den Ausbildungsjahren 2020/21 sowie 2021/2022 zugunsten Auszubildender von Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern, die ihre Ausbildung vorübergehend nicht im eigenen Betrieb (im Folgenden: Stammausbildungsbetrieb) weiterführen können, weil dieser vollständig oder zu wesentlichen Teilen aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen.Gegenstand der geförderten Auftrags- oder Verbundausbildung kann auch ein Zuschuss zu den Kosten des Stammausbildungsbetriebs für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge (auch digitale Angebote) für seine Auszubildenden sein, wenn diese 2021 ihre Abschlussprüfung ablegen.Begriffsdefinition: Auftragsausbildung:
Durchführung einzelner Teile oder Abschnitte der Berufsausbildung außerhalb des eigentlichen Ausbildungsbetriebes.

Verbundausbildung:
Zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen der Ausbildenden wirken mehrere natürliche und/oder juristische Personen in einem Ausbildungsverbund zusammen. Die Verantwortlichkeit für die einzelnen Ausbildungsabschnitte sowie für die Ausbildungszeit insgesamt ist sichergestellt.Antragsvoraussetzungen:Die Vereinbarung über die Auftrags- oder Verbundausbildung muss zwischen dem 24.06.2020 und dem Ablauf des 31.12.2021 geschlossen werden. Die hierin vereinbarte Auftrags- oder Verbundausbildung muss eine Dauer von mindestens vier Wochen haben.Anträge können bis zum 31.03.2022 gestellt werden.Die Auftrags- oder Verbundausbildung muss vereinbart worden sein, weil der Stammausbildungsbetrieb im Ausbildungsjahr 2020/21 bzw. 2021/22 die Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht im eigenen Betrieb beginnen oder weiterführen kann. Eine pandemiebedingte temporäre Unmöglichkeit zur Weiterführung der Ausbildung liegt vor, wenn der Betrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen. Dass eine Einstellung oder maßgebliche Behinderung des Geschäftsbetriebs vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt ist, wird dann angenommen, wenn:an den Stammausbildungsbetrieb im Jahr 2020 oder 2021 vor der Vereinbarung der Auftrags- oder Verbundausbildung von der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld geleistet worden ist oderder Umsatz des Stammausbildungsbetriebs in einem Monat im Zeitraum April 2020 bis Dezember 2021 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem entsprechenden Monat des Jahres 2019 zurückgegangen ist. Bei einem Stammausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, sind zum Nachweis des Umsatzeinbruches von mindestens 30 Prozent in einem Monat der Durchschnitt der Umsätze von November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.Eine Prämie zur Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung wird entweder an den Stammausbildungsbetrieb oder an den Interim-Ausbildungsbetrieb / die Überbetriebliche Berufsbildungsstätte (ÜBS) / den Ausbildungsdienstleister gezahlt. Die Antragsberechtigten verständigen sich untereinander, wer von ihnen die Prämie beantragt.Antragsberechtigt sind:der Stammausbildungsbetrieb. Dieser muss ein Unternehmen mit nicht mehr als 499 Mitarbeitern sein und einen Sitz / eine Niederlassung in Deutschland haben.

oderder Interims-Ausbildungsbetrieb oder die ausbildende Einrichtung mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland (keine Größenbegrenzung).

oderÜberbetriebliche Berufsbildungsstätten (im Folgenden: ÜBS) oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister (im Folgenden: Ausbildungsdienstleister).Die Antragsberechtigten müssen sich im Vorfeld untereinander abstimmen, wer von ihnen den Antrag stellt.Ausgeschlossen sind:Unternehmen oder Ausbildungsdienstleister, die zum Zeitpunkt der Auszahlung der Zuwendung keinen Sitz in Deutschland habenStammausbildungsbetriebe mit mehr als 499 MitarbeitendenAndere Arbeitgeber der öffentlichen Hand, wie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, privatrechtliche Unternehmen und Organisationen, an denen die öffentliche Hand die Kapitalmehrheit hält oder die überwiegend durch die öffentliche Hand finanziert werden sowie Schulen und HochschulenUnternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist oder die Vollstreckungsschuldner sindVereinbarungen mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades Temporäre Auftrags- und Verbundausbildung kann gefördert werden für:betriebliche Berufsausbildungen im dualen System,Berufsausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz, dem Krankenpflegegesetz und dem Altenpflegegesetz, sowiebundes- oder landesrechtlich geregelte praxisintegrierte Ausbildungen im Gesundheits- oder Sozialwesen. Für den Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge (auch digitale Angebote) für Auszubildende des Stammausbildungsbetriebs gelten folgende Rahmenbedingungen:Gefördert wird die Zurverfügungstellung von Teilnahmemöglichkeiten an externen Prüfungsvorbereitungslehrgängen für Auszubildende, die im Laufe des Jahres 2021 voraussichtlich ganz oder teilweise ihre Abschlussprüfung ablegen werden, durch den Stammausbildungsbetrieb.Antragsberechtigt ist nur der Stammausbildungsbetrieb, der in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen ist.Die Zuschusshöhe wird von easy-online automatisch errechnet. Der Zuschuss beträgt 50 Prozent des dem Stammausbildungsbetrieb für die Prüfungsvorbereitung in Rechnung gestellten Entgelts, maximal jedoch 500 Euro pro teilnehmende(n) Auszubildende(n).Der Zuschuss wird für jede(n) Auszubildende(n) im Jahr 2021 nur einmal gezahlt.Die Förderung ist abhängig von der regelmäßigen Teilnahme der/des Auszubildenden an der Prüfungsvorbereitung.Die Teilnahme am Prüfungsvorbereitungskurs muss der/dem Auszubildenden ohne Eigenbeteiligung am Entgelt durch den Stammausbildungsbetrieb zur Verfügung gestellt werden.Der Stammausbildungsbetrieb kann, bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen, für die Dauer des Prüfungsvorbereitungslehrganges auch einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung nach Punkt 2.3 der Ersten Förderrichtlinie beantragen.Art und Umfang, Höhe der Zuwendung:Die Verbund- oder Auftragsausbildung kann in Unternehmen, in Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder durch andere etablierte Ausbildungsdienstleister durchgeführt werden, wobei die betriebliche Ausbildung Vorrang hat.

Die Prämie kann durch den Stammausbildungsbetrieb oder den Interimsausbilder beantragt werden. Sie beträgt für jede(n) Auszubildende(n), die/der an der geförderten Auftrags- oder Verbundausbildung teilnimmt, 450 Euro pro Woche, maximal 8.100 Euro.

Gegenstand der geförderten Auftrags- oder Verbundausbildung kann auch ein Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge (auch digitale Angebote) für Auszubildende des Stammausbildungsbetriebs sein. Die Höhe der Prämie beträgt 50 v. H. des dem Stammausbildungsbetrieb für die Prüfungsvorbereitung in Rechnung gestellten Entgelts, maximal 500 Euro pro teilnehmende(n) Auszubildende(n).Beantragung:Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Deutsche Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See zu stellen und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen. Bitte verwenden Sie ausschließlich die hier hinterlegten Formulare der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See. Die Bescheinigungen über die Geeignetheit und das Berufsausbildungsverhältnis können Sie uns hier übermitteln.