Bundesprogramm sichert Ausbildungsplätze

Antragsstellung ab dem 03. August 2020 über die Arbeitsagentur möglich!
Die Förderung zur Sicherung von Ausbildungsplätze wird vom 11. Dezember an ausgeweitet. Dies bedeutet, dass im Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" Anträge bis 11. März 2021 auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden können, für die bisher keine Förderung möglich war.
Die Corona-Krise erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben, weiterhin junge Menschen als Fachkräfte von morgen auszubilden. Daher können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen. Zum Antrag
Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind. Es hat diese Ziele:
  • Ausbildungsplätze erhalten (Ausbildungsprämie)
  • zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen (Ausbildungsprämie plus)
  • Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung)
  • Übernahme bei Insolvenzen fördern (Übernahmeprämie)
Unterstützungsmöglichkeiten Berufsausbildung
Die im Koalitionsbeschluss vorgesehene Förderung neuer Ausbildungsverträge ist mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umgesetzt worden. Ziel ist es, ausbildende Betriebe in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation dabei zu unterstützen, Ausbildungskapazitäten aufrecht zu erhalten oder zu steigern, Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden sowie Anreize zur Übernahme von Auszubildenden im Falle einer pandemiebedingten Insolvenz zu schaffen.
  • Die 1. Förderrichtlinie des Bundesprogramms mit der "Ausbildungsprämie", der "Ausbildungsprämie plus", dem "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" und der "Übernahmeprämie" ist zum 01. August 2020 in Kraft getreten.
    • Die Förderung zur Sicherung von Ausbildungsplätze wird vom 11. Dezember an ausgeweitet. Dies bedeutet, dass Anträge bis 11. März 2021 für auch bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden können, für die bisher keine Förderung möglich war.
  • Die 2. Förderrichtlinie zur "Auftrags- und Verbundausbildung" ist in einer zweiten Richtlinie geregelt und zum 30. Oktober 2020 in Kraft getreten.
An wen richtet sich die Förderung?
Das Programm "Ausbildung sichern" richtet sich an:
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) - dies sind Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten.
  • Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt.
  • KMU, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits-und Sozialwesen durchführen.
Ausschlusskriterien:
  • Praktika sind ausgeschlossen.
  • Ein Ausbildungsbetrieb kann für einen Ausbildungsvertrag nur durch eine Ausbildungsprämie, eine Ausbildungsprämie plus oder eine Übernahmeprämie bei Insolvenz gefördert werden.
  • Neben den benannten Förderungen ist die Inanspruchnahme anderer Programme des Bundes oder der Länder mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt nicht möglich. Das Unternehmen entscheidet, welche Förderung es in Anspruch nehmen will.
  • Der Ausbildungsbetrieb muss seinen Sitz in Deutschland haben.

Wesentliche Änderungen der Förderrichtlinie “Ausbildungsplätze sichern”

Wesentliche Änderungen der Ersten Förderrichtlinie zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus

Bisherige Regelung
Neue Regelung (Änderung)
Frühestmöglicher Beginn der Ausbildung zum 1. August 2020
Frühestmöglicher Beginn der Ausbildung zum 24. Juni 2020
  • Erhebliche Corona-Betroffenheit
  • Kurzarbeit (Durchführung von einem Monat Kurzarbeit im 1. Halbjahr 2020)
  • Ausweitung des relevanten Zeitraums, in dem in einem Monat Kurzarbeit durchgeführt worden ist, auf Januar bis Dezember 2020.
  • Eine Überprüfung bereits erfolgter Ablehnungen von Amtswegen ist nicht erforderlich. Erneute Antragstellung innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten der Änderungen möglich.
  • Erhebliche Corona-Betroffenheit
  • Umsatzrückgang (durchschnittlich mindestens 60 % in April und Mai 2020 gegenüber Vorjahresmonaten)
  • Umsatzrückgang von durchschnittlich mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten oder 30 % in fünf zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020.
  • Eine Überprüfung bereits erfolgter Ablehnungen von Amtswegen ist nicht erforderlich. Erneute Antragstellung innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten der Änderungen möglich.

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

Bisherige Regelung
Neue Regelung (Änderung)
Befristung bis Dezember 2020
Verlängerung der Befristung bis einschließlich Juni 2021

Übernahmeprämie

Bisherige Regelung
Neue Regelung (Änderung)
Das insolvente Unternehmen und das die Ausbildung fortführende Unternehmen müssen jeweils KMUs sein.
Das insolvente Unternehmen und das die Ausbildung fortführende Unternehmen brauchen keine KMUs zu sein.
Eine Überprüfung bereits erfolgter Ablehnungen von Amtswegen ist nicht erforderlich. Erneute Antragstellung innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten der Änderungen möglich.
Befristung bis Dezember 2020
Verlängerung der Befristung bis einschließlich Juni 2021.

"Ausbildungsprämie" bei Erhalt des Ausbildungsniveaus

Ziel der Förderung:
Ausbildungsbetriebe zu motivieren, ihr Ausbildungs­platzangebot trotz der Folgen der Corona-Krise aufrecht zu erhalten.
Antragsvoraussetzungen:
Eine Ausbildungsprämie wird einem Ausbildungsbetrieb, der durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen ist, für eine neu beginnende Berufsausbildung gewährt, wenn er die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungs­verträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre hält.
Um die Ausbildungsprämie zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:
  • Die Beschäftigten haben in in den Monaten von Januar bis Dezember 2020 wenigstens in einem Monat Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens
    50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten (neu) oder
    30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten (neu)
    eingebrochen.
    Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.
Die Ausbildungsprämie wird für jede neu beginnende Berufsausbildung, die nach dem jeweiligen Ausbildungsvertrag frühestens am 24. Juni 2020 (bisher 01.08.) beginnt, gewährt. Die Ausbildung muss spätestens am 15. Februar 2021 beginnen. Die Ausbildungsprämie steht unter der Bedingung, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht.
Die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge wird auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre gehalten, wenn die Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen nach Abschluss der Probezeiten aller neuen Ausbildungsverträge in dem Ausbildungsbetrieb gleichhoch ist, wie es die entsprechende Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen im Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre (2017-2019) war. Für den Vergleich wird der im Zeitraum vom vom 24. Juni bis 23. Juni des Folgejahres begonnenen Berufsausbildungen, deren Probezeit abgeschlossen ist, abgestellt. Der Ausbildungsbetrieb hat die Anzahl der Ausbildungsverträge sowie die Ausbildungsvergütung durch eine Bescheinigung nachzuweisen. Ist der Ausbildungsbetrieb innerhalb der letzten drei Jahren gegründet worden, wird auf die vorhandenen zurückliegenden Ausbildungsjahre abgestellt.
Neu:
Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach
− dem 11. Dezember 2020 oder
− wenn die Probezeit erst nach diesem Tag abläuft, nach dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses zu stellen.
Ist eine Förderung des Ausbildungsverhältnisses ausschließlich
− wegen Fehlens erheblicher Betroffenheit durch die Corona-Krise oder
− wegen eines im Zeitraum vom 24. Juni 2020 bis 31. Juli 2020 liegenden Beginns einer maßgeblichen Berufsausbildung oder
− aus beiden Gründen
abgelehnt oder nur zum Teil bewilligt worden, ist für dasselbe Ausbildungsverhältnis eine erneute Antragstellung innerhalb von drei Monaten ab dem 11. Dezember 2020 zulässig.
Eine Verschlechterung gegenüber dem bereits ergangenen Bescheid ist ausgeschlossen.

Umfang und zeitlicher Rahmen der Förderung:

Die „Ausbildungsprämie“ beträgt einmalig 2.000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.
Die Ausbildungsprämie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

Beantragung:

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit. Anträge auf diese Förderungen sind demnach bei der Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt) zu stellen.
Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.
Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht.
Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen.
Das Programm endet am 31. März 2022.

"Ausbildungsprämie plus" bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes

Ziel der Förderung:
Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen zu motivieren, ihr Ausbildungsplatzangebot trotz der Folgen der Corona-Krise zu erhöhen. Auch erstausbildende Unternehmen können die Ausbildungsprämie erhalten.
Antragsvoraussetzungen:
Eine Ausbildungsprämie plus wird einem Ausbildungsbetrieb,der durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen ist für eine neu beginnende Berufsausbildung gewährt, wenn er durch diese für das neue Ausbildungsjahr eine höhere Anzahl an Ausbildungsverträgen abschließt, als er es im Durchschnitt der letzten drei Jahre (2017-2019) getan hat.
Um die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:
  • Die Beschäftigten haben in in den Monaten von Januar bis Dezember 2020 wenigstens in einem Monat Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens
    50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten (neu) oder
    30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten (neu)
    eingebrochen.
    Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.
Für die Zuordnung zum neuen Ausbildungsjahr ist allein der Ausbildungsbeginn maßgeblich. Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 24.06.2020 bis 15.02.2021 beginnen. Auf den Zeitpunkt des Abschlusses des Ausbildungsvertrags kommt es dabei nicht an, d.h., es können auch Ausbildungen gefördert werden, für die der Ausbildungsvertrag bereits vor Inkrafttreten der Förderrichtlinie abgeschlossen worden ist.
Für das neue Ausbildungsjahr wird eine höhere Anzahl an Ausbildungsverträgen abgeschlossen, wenn die Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen in dem Ausbildungsbetrieb nach Abschluss der Probezeiten aller neuen Ausbildungsverträge höher ist, als es die entsprechende Anzahl an neuen Ausbildungsverträgen im Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre war. Umfasst sind auch erstmals ausbildende Betriebe.
Der Ausbildungsbetrieb hat die Anzahl der Ausbildungsverträge sowie die Ausbildungsvergütung durch eine Bescheinigung nachzuweisen.
Neu:
Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach
− dem 11. Dezember 2020 oder
− wenn die Probezeit erst nach diesem Tag abläuft, nach dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses zu stellen.
Ist eine Förderung des Ausbildungsverhältnisses ausschließlich
− wegen Fehlens erheblicher Betroffenheit durch die Corona-Krise oder
− wegen eines im Zeitraum vom 24. Juni 2020 bis 31. Juli 2020 liegenden Beginns einer maßgeblichen Berufsausbildung oder
− aus beiden Gründen
abgelehnt oder nur zum Teil bewilligt worden, ist für dasselbe Ausbildungsverhältnis eine erneute Antragstellung innerhalb von drei Monaten ab dem 11. Dezember 2020 zulässig.
Eine Verschlechterung gegenüber dem bereits ergangenen Bescheid ist ausgeschlossen.

Umfang und zeitlicher Rahmen der Förderung:

Die „Ausbildungsprämie plus“ beträgt einmalig 3.000 Euro für jeden zusätzlichen, die bisherige durchschnittliche Anzahl übersteigenden Ausbildungs­vertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.
Die Ausbildungsprämie plus wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

Beantragung:

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit. Anträge auf diese Förderungen sind demnach bei der zuständig Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt) zu stellen.
Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.
Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen.
Das Programm endet am 31. März 2022.

"Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" zur Vermeidung von Kurzarbeit

Ziel der Förderung:
Kurzarbeit bei Auszubildenden soll vermieden werden, um trotz Arbeitsausfall im Ausbildungsbetrieb die Fortführung laufender Ausbildungen zu unterstützen.
Antragsvoraussetzungen:
KMU, die ihre laufenden Ausbildungsaktivitäten trotz der Belastungen durch die COVID-19-Krise fortsetzen und Auszubildende sowie deren Ausbilder trotz erheblichem Arbeitsausfall nicht in Kurzarbeit bringen.
Erforderlich ist ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Betrieb; anderenfalls wird davon ausgegangen, dass die Ausbildungsaktivitäten auch ohne Förderung wie üblich fortgesetzt werden können.
Wenn das Unternehmen Kurzarbeit anzeigt, muss gleichzeitig eine Anzeige bei der örtlichen Agentur für Arbeit erfolgen, dass die Ausbildung fortgesetzt wird. Hat das Unternehmen bereits Kurzarbeit angezeigt, muss es dies unverzüglich nachholen. Dies muss erfolgen, bevor der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragt wird.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung:

Der „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ beträgt 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Auszubildenden und jeden Monat (nicht rückzahlbare Anteilsfinanzierung), in dem ein relevanter Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.
Bemessungsgrundlage ist das sich auf Grundlage der im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsvergütung ergebende Arbeitgeber-Brutto ohne Berücksichtigung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Beantragung:

Für die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen ist die benannte Agentur für Arbeit zuständig (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk die für den Ausbildungsbetrieb zuständige Lohnabrechungsstelle liegt).
Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.
Die Förderung erhalten Sie rückwirkend. Der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung kann erstmals für den Monat, in dem die Förderrichtlinie in Kraft tritt, und letztmals für den Juni 2021 (bisher Dezember 2020) gewährt werden.
Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen.
Das Programm endet am 31. März 2022.

Übernahmeprämie

Ziel der Förderung:
Die Weiterführung von Ausbildungsverhältnissen bei pandemiebedingter Insolvenz eines ausbildenden KMU soll gesichert werden.
Antragsvoraussetzungen:
  • KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU bis zum 30. Juni 2021 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen. Übernahmeprämien zielen auch auf die Ausbildung fortsetzende Unternehmen mit mehr als 249 Mitarbeitern. (neu)
Eine pandemeibedingte Insolvenz wird bei Ausbildungsbetrieben angenommen, wenn
  • über diese zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2021 (bisher 31.12.2020) ein Insolvenzverfahren eröffnet (Datum des Eröffnungsbeschlusses) worden ist und
  • sich der Ausbildungsbetrieb bis zum 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden hat.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung:

Die Förderung erfolgt bei Vorliegen der Voraussetzungen durch eine einmalige Übernahmeprämie in Höhe von 3.000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt (nicht rückzahlbarer Fest­betrag). Die Übernahmeprämie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

Beantragung:

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit. Anträge auf diese Förderungen sind demnach bei der Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt) zu stellen.
Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.
Neu:
Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach
− dem 11. Dezember 2020 oder
− - wenn die Probezeit erst nach diesem Tag abläuft - dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses zu stellen.
Ist eine Förderung des Ausbildungsverhältnisses ausschließlich abgelehnt worden, weil das insolvente oder das die Ausbildung fortsetzende Unternehmen kein KMU ist, ist für dasselbe Ausbildungsverhältnis eine erneute Antragstellung innerhalb von drei Monaten ab dem 11. Dezember 2020 zulässig.
Sie können eine Förderung mit der Übernahmeprämie für Ausbildungen erhalten, die zwischen 1. August und 30. Juni 2021 fortgesetzt werden.
Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen.
Das Programm endet am 31. März 2022.

Auftrags- und Verbundausbildung (2. Förderrichtlinie)

Ziel der Förderung:
Förderung der stärkeren Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung im Ausbildungsjahr 2020/21 zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), deren Auszubildenden temporär nicht im eigenen Betrieb (Stammausbildungsbetrieb) ausgebildet werden können, weil dieser vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen.
Antragvoraussetzungen:
Die Auftrags- oder Verbundausbildung muss vereinbart worden sein, weil der Stammausbildungsbetrieb im Ausbildungsjahr 2020/21 die Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht im eigenen Betrieb beginnen oder weiterführen kann. Eine pandemiebedingte temporäre Unmöglichkeit zur Weiterführung der Ausbildung liegt vor, wenn der Betrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen. Dass eine Einstellung oder maßgebliche Behinderung des Geschäftsbetriebs vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt ist, wird dann angenommen, wenn
  • der Stammausbildungsbetrieb im Jahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder
  • der Umsatz des Stammausbildungsbetriebs in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder sein durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist. Bei einem Stammausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, sind zum Nachweis des Umsatzeinbruches von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten als Vorjahresmonate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.
Die Vereinbarung über die Auftrags- oder Verbundausbildung muss zwischen dem 24.06.2020 und dem Ablauf des 30.06.2021 geschlossen werden. Die hierin vereinbarte Auftrags- oder Verbundausbildung muss eine Dauer von mindestens sechs Monaten haben.
Die Antragsstellung ist bis zum 30.09.2021 möglich.

Antragsberechtigt sind:

  • KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen,
  • ÜBS (Überbetriebliche Ausbildung) und andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monat ausbilden,
  • Landesinnungsverbände und Fachverbände, die für ihre Mitglieder ÜBA durchführen
  • Natürliche und juristische Personen des privaten Rechts, die Träger von Berufsbildungsstätten sind.
Andere Arbeitgeber der öffentlichen Hand, wie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, privatrechtliche Unternehmen und Organisationen, an denen die öffentliche Hand die Kapitalmehrheit hält oder deren Finanzierung überwiegend durch öffentliche Mittel erfolgt sowie Schulen und Hochschulen sind von der Förderung ausgeschlossen.
Antragstellern, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, wird keine Förderung gewährt. Dasselbe gilt für Antragsteller, die zur Abgabe der Vermögensauskunft nach § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung verpflichtet sind oder bei denen diese abgenommen wurde.
Die Berufsausbildung beim Stammausbildungsbetrieb muss
  • in einem nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz staatlich anerkannten Ausbildungsberuf betrieblich,
  • nach Teil 2, auch in Verbindung mit Teil 5, des Pflegeberufegesetzes, dem Krankenpflegegesetz oder dem Altenpflegegesetz, oder
  • in Form einer sonstigen bundes- oder landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildung im Sinne von § 25 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) im Gesundheits- oder Sozialwesen,
durchgeführt werden.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung:

Die Prämie beträgt für diese KMUs und für überbetriebliche Berufsbildungsstätten und etablierte Ausbildungsdienstleister einmalig 4.000 Euro für jede oder jeden interimsweise übernommene Auszubildende oder übernommenen Auszubildenden. Für jede Auszubildende bzw. jeden Auszubildenden kann nur eine Zuwendung nach dieser Förderrichtlinie gezahlt werden.

Beantragung:

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Deutsche Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.
Anträge sind schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See zu stellen und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen.