Boom-Box SchülerInnen

Die Boom-Box – die Informationssammlung für Schülerinnen und Schüler in Lippe
BoomBox_3 (004)
Liebe Schülerinnen und Schüler,
gerne geben wir Euch einen Überblick für alles mögliche nach der Schule – und zwar geht es um Berufsorientierung.
Lippe ist Eure Heimat und ihr kennt Euch hier aus. Aber seid ich Euch da wirklich sicher?

Wusstet ihr, ….

  • dass es in Lippe viele Hidden Champions in der Wirtschaft gibt?
  • dass allein im Bezirk der IHK Lippe rund 120 verschiedene kaufmännische und industriell-technische Ausbildungsberufe angeboten werden
  • dass Lippe deutlich mehr zu bieten hat als das Hermannsdenkmal und die Externsteine?
Neben unserer Boom-Box bieten wir mittlerweile auch Sprechstunden für Ausbildungsinteressierte an. Meldet Euch gern zu einem Termin an unter: IHK-Wunschtermin buchen

Aber was kommt jetzt nach der Schule? Eine Ausbildung in einem lippischen Unternehmen natürlich!

Wo kann ich mich dazu informieren?
  • Ausbildungsberufe von A bis Z – hier geht es zum Ausbildungsverzeichnis der IHK Lippe und spannenden Infos was sich hinter den Berufen verbirgt: Ausbildungsberufe Lippe
  • Einstiegsqualifizierung
  • “Ausbildungsatlas 2020/2021”- Dein Weg zum Ausbildungsplatz in Ostwestfalen-Lippe!
    Die IHK Lippe gibt jedes Jahr einen Ausbildungssatlas heraus. Die Broschüre informiert über IHK-Ausbildungsberufe und Fachbegriffe aus der dualen Ausbildung, aber auch über Berufswahl, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Vorstellungsgespräche und vieles mehr!
    Herzstück des Ausbildungsatlasses ist die Liste der ostwestfälisch-lippischen IHK-Ausbildungsbetriebe - sortiert nach Berufsbildern und Regionen, die die Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz einfach macht – Ausbildungsatlas 2020/2021
  • Like a Boss – was soll bloss aus mir werden: Auf diesem Kanal findet ihr alles rund um das Thema Ausbildung. Egal, ob ihr für Prüfungen lernt, euch bewerben wollt oder euch für Fakten interessiert. Hier postet die DIHK-Bildungs-GmbH regelmäßig Videos, die euch beim Start ins Berufsleben helfen sollen und euch außerdem noch mit Infos versorgen – Like a Boss
  • IHK-Lehrstellenbörse: Hier findest du Dein Praktikum, Deine Ausbildung oder Dein duales Studium – in ganz Deutschland: IHK-Lehrstellenbörse
  • Bertelsmann-Stiftung: Auf www.meine-berufserfahrung.de gibt es tolles Feature für Euch. Anhand von Bildern von Arbeitsmitteln und Werkzeugen aus verschiedenen Berufsfeldern verbunden mit der Frage „Hast du hiermit schon gearbeitet?“ können Nutzer:innen nun noch gezielter die passenden Berufe für die anschließende bildgestützte Selbsteinschätzung finden.

Wie bewerbe ich mich richtig?

  1. Selber nachdenken – Interesse und Eigeninitiative zeigen!
    Heutzutage sind individuelle Bewerbungen gefragt. Zeigt den Unternehmen, dass Du dir Gedanken gemacht hast, mit dem Berufsbild auseinandergesetzt hast und warum Du gerade diese Ausbildung absolvieren möchtest. Zudem stellt die Bewerbung „Deine Visitenkarte“ und eine erste Arbeitsprobe dar. Hinterlasse mit Deiner aussagekräftigen und übersichtlich gestalteten Bewerbung einen guten Eindruck.
    Also: Schreibe nicht von einer Vorlage ab! Beweise mit Deiner „selbsterstellten und individuellen” Bewerbung, dass Du eigenständig etwas entwickeln kannst. Erarbeite die inhaltliche Seite Deines Anschreibens in Form einer kurzen Selbstpräsentation. Überzeuge den Personalverantwortlichen von Deinen Kompetenzen. Stelle dar, wieso gerade Du die beste Wahl für das Unternehmen bist.
    Aber bitte immer „authentisch“ bleiben und nicht in Superlative verfallen.
  2. Bringe Deine Bewerbung „in Form“!
    Eine vollständige Bewerbungsmappe (in Papierform und auch digital) enthält ein Deckblatt mit Bewerbungsfoto, Anschreiben, Lebenslauf, mindestens die letzten zwei Schulzeugnisse, Praktikumsbeurteilung(en) und sonstige Leistungsnachweise (z.B. EDV-Kurs). Beachte diese Reihenfolge. Achte darauf, dass die Bewerbung vollständig, fehlerfrei und sauber ist.
    Deshalb: Keine Rechtschreibfehler, Eselsohren, Flecken, billige und unsaubere Kopien. Lass ein individuelles und professionelles, möglichst digitales Bewerbungsfoto bei einem Fotografen erstellen. Lächele auf dem Foto, so wirkst Du natürlich und sympathisch. Wichtig: Keine lose Blattsammlung, keine Originalunterlagen und bei digitalen Bewerbungsmappen komprimiert als ein Pdf-Dokument!
    Achte auf die vollständige und richtige Adresse, verwende wenn möglich den direkten Ansprechpartner,  frankiere den DIN A4-Umschlag ausreichend, und nutze für Anschreiben und Lebenslauf die gleiche Papiersorte. Hier gibt es Tipps für die Online-Bewerbung
    (Bunte Tinte und farbiges Papier sind in den meisten Fällen nicht die richtige Wahl!)
    Hier geht es zu einer groben Vorlage einer Beispielbewerbung
  3. Das richtige Timing entscheidet!
    Bewirb Dich rechtzeitig. Es ist in vielen Branchen und Betrieben üblich, sich ein Jahr vor Ausbildungsbeginn zu bewerben. Recherchiere auch auf den Internetseiten der Unternehmen nach offenen Ausbildungsplätzen.
  4. Nerven behalten!
    Wer sich bewirbt, bekommt auch Absagen. Selbst nach einem Einstellungstest oder Vorstellungsgespräch kann es passieren. Nimm eine Absage gelassen und als Ansporn, sich auf das nächste Vorstellungsgespräch noch besser vorzubereiten. Gerade Einstellungstests kann man im Vorfeld üben.

Das Vorstellungsgespräch – wie bereite ich mich vor

Ein wichtiger Teil der Vorbereitung betrifft das Sammeln von Informationen. Je mehr Du über Deinen Ausbildungsberuf und den Ausbildungsbetrieb weißt, umso besser. Außerdem solltest du dir Fragen überlegen, die du stellen möchtest.
Wichtige Tipps zum Thema Styling gibt es in unserem Styling-Knigge
Das virtuelle Bewerbungsgespräch
Training
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - Übung macht den Meister - Der Ton macht die Musik - Genug der Floskeln... Kommen wir zum Wesentlichen!  Bitte einen Bekannten oder ein Familienmitglied darum, mit dir ein Training zu machen. 
Ziehe dazu die geplante Kleidung an. Die andere Person schlüpft in die Rolle des Personalverantwortlichen. Damit das Training echt ist, solltet ihr das Gespräch von vorne bis hinten durchspielen, vom Handschütteln bis zur Verabschiedung. Die andere Person sollte im Training die Fragen stellen, die unter Typische Fragen und gute Antworten oder auch Stärken und Schwächen aufgeführt werden und sich ggf. auch weitere Fragen überlegen. Wichtig: Vor dem Gespräch solltest du dir unbedingt noch einmal deine Bewerbungsunterlagen anschauen, damit du genau weißt, was du geschrieben hast. 

Instagram, Snapchat, TikTok & Co.

Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Bitte sei sorgsam im Umgang mit Daten in den sozialen Netzwerken! Auch die Entscheidungsträger in den Personalabteilungen der Unternehmen haben Zugang zu Netzwerken, Foren und Blogs. Um sich ein Gesamtbild vom Bewerber zu machen schauen sie unter Umständen genau nach, ob persönliche Daten im Internet zu finden sind, wie der Bewerber im Netz kommuniziert und welchen Umgangston er anschlägt. Vermeide das Posten von unangemessenen Kommentaren, Lästereien oder intimen Beiträgen über Dich. Achte bei allem, was Du im Netz kommunizierst, auf gute Rechtschreibung. Dein virtuelles Profil stellt Deine Visitenkarte dar, die Dein Bewerberprofil im Idealfall positiv abrunden sollte.

Das Vorstellungsgespräch – was man Dich fragen wird!

  • „Was interessiert Sie an diesem Ausbildungsberuf besonders?“ Die Frage beantwortest Du spielend, wenn Du dich über Inhalte und Anforderungen gründlich informiert hast – auch über artverwandte Berufe.
  • „Wie sind Sie auf diesen Ausbildungsberuf gekommen?“ Hier muss deutlich werden, dass Du Deine Entscheidung reiflich überlegt hast und nicht nur den Beruf ausgesucht hast, der in Deiner Klasse als schick gilt.
  • „Was ist der Anlass für Sie, sich bei unserem Unternehmen zu bewerben?“ Deine Antwort sollte zeigen, dass Sie sich mit Produkten
  • und Dienstleistungen der Firma auskennen und auch über Standorte, Mitarbeiterzahl und Kunden Bescheid wissen (hier hilft ein längerer Blick auf die Homepage des Unternehmens).
  • „Wie haben Sie sich über unser Unternehmen informiert?“ / „Was wissen Sie über uns?“ Nenne Deine Informationsquellen. Neben der Homepage des Unternehmens stehe Dir hier (virtuelle) Ausbildungsbörsen und lokale Medien zur Verfügung.
  • „Wo liegen Ihre Stärken / Ihre Schwächen?“ Vorsicht mit Übertreibungen oder Panik. Du musst nicht alles können, aber die für den Beruf wichtigsten Fähigkeiten solltest du haben.
  • „Welche Berufe üben Ihre Eltern bzw. Geschwister aus?“ Es wäre gut, wenn Du nicht nur die Berufe benennen kannst,  sondern auch etwas über die jeweiligen Aufgaben sagen könntest.
  • „Wie stehen Ihre Eltern zu Ihren beruflichen Plänen?“ Dein Gegenüber möchte wissen, ob Deine Familie Dich unterstützt oder ob Du dich mit Deinem Berufswunsch durchsetzen musstest.
  • „Wie haben Sie sich in der Schule auf Klassenarbeiten / Klausuren vorbereitet?“ Es geht darum, ob Du konzentriert lernen oder alles eher auf die leichte Schulter nimmst.
  • „Wie kam es zu der schlechten Schulnote im Fach xy / dem allgemeinen Leistungsabfall?“ Auf jeden Fall ehrlich antworten – ob Du nun krank warst, mit dem Lehrer nicht klarkamst oder einen allgemeinen Durchhänger hattest. Falls dem so war: Mache deutlich, dass diese Phase überstanden ist.
  • „Haben Sie gelernt, im Team zu arbeiten?“ Führe Erfahrungen aus Gruppenarbeit, Projektwochen oder privater Vereinsarbeit an. Man will testen, ob Sie konfliktfähig sind.
  • „Was wollen Sie beruflich in fünf Jahren erreicht haben?“ Hier kannst Du zeigen, wie engagiert Du bist und wie wichtig Du berufliches Fortkommen nimmst.
  • „Können Sie politische Ereignisse der letzten Woche nennen, die Ihnen in Erinnerung geblieben sind?“ Nun ja, das solltest Du schon im eigenen Interesse können. Gebe aber keine politischen oder religiösen Statements ab.

Ich habe mich entschieden – die Ausbildung startet! Was muss ich jetzt und in der nächsten Zeit beachten?

  • Wichtige Infos zum Ablauf einer Ausbildung – Ausbildungs A-Z: Von A wie Abmahnung bis Z wie Zwischenprüfung gibt es hier viel Wissenswertes rund um deinen spanndenden nächsten Jahre: Ausbildungs A-Z

Karrierechancen mit Ausbildung

Ausbildung ist keineswegs eine Einbahnstraße – hier erhaltet Ihr eine Idee davon, was Ihr mit einer dualen Berufsausbildung so machen könnt.