Ein neuer Regionalplan für Ostwestfalen-Lippe

Die Bezirksregierung Detmold hat den Regionalplan für Ostwestfalen-Lippe neu erarbeitet. Bis zum 31. März 2021 haben Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen und die IHK Lippe zu Detmold die Möglichkeit, den Entwurf zu kommentieren. Der Regionalplan legt die konkreten Flächen- und Entwicklungsziele bis zum Jahr 2040 fest. Da er den Rahmen für die kommunale Bauleitplanung setzt, bestimmt er die Spielräume für unternehmerische Aktivitäten und ist somit für die Planungssicherheit der Wirtschaft maßgeblich.

Wie kann ich mich einbringen?

Wirtschaft entfaltet eine hohe Dynamik und das nicht erst im Zusammenhang mit der Coronapandemie. Um als IHK eine fundierte Stellungnahme an die Bezirksregierung abgeben zu können, sind wir auf Ihre Mitwirkung als Unternehmerinnen und Unternehmer angewiesen. Helfen Sie uns dabei, dass der Regionalplan 2040 ein klares und vor allem zukunftsweisendes Statement der lippischen Wirtschaft enthält. Wir empfehlen Ihnen, den Regionalplanentwurf und dessen begleitende Unterlagen zu überprüfen.
  • Ist Ihr Unternehmen negativ von dessen Festsetzungen betroffen?
  • Welche Entwicklungsziele verfolgen Sie? Sind diese mit dem Regionalplan im Einklang?
Teilen Sie uns gern Ihre Anregungen und Bedenken bis zum 24.02.2021 schriftlich mit. (Jenny Krumov, E-Mail: krumov@detmold.ihk.de). Alle Unterlagen sind auf der Homepage der Bezirksregierung Detmold einsehbar unter www.bezreg-detmold.nrw.de
Die IHK Lippe zu Detmold wird als Trägerin öffentlicher Belange eine Stellungnahme im Gesamtinteresse der Wirtschaft abgeben. Um die Interessen der Unternehmen frühzeitig in das Verfahren einzubringen, haben die IHKs Lippe und Ostwestfalen in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer OWL einen Fachbeitrag der Wirtschaft zum Regionalplan erstellt und 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Was ist der Regionalplan?

Der Regionalplan (früher auch Gebietsentwicklungsplan genannt) ist das Bindeglied zwischen der großräumigen Raumordnung (Bund) und Landesplanung (NRW) auf der einen Seite und der lokalen Bauleitplanung (Städte und Gemeinden) auf der anderen Seite. Er besteht aus Textteilen mit Tabellen, zeichnerischen Darstellungen mit Gesamtkarte und thematischen Beikarten zur Erläuterung. Das ausführliche Planwerk stellt dar, wie für den Zeitraum von mindestens 15 Jahren die Entwicklung von Siedlung, Bodenschätzen, Freiraum und Verkehr der Region planerisch gesteuert werden soll.