12.12.2019

Unternehmensinsolvenzen - Minus 21 Prozent

ZahlenAusDerWirtschaft

Unternehmensinsolvenzen

Minus 21 Prozent

61 Unternehmen haben in der Zeit von Januar bis September dieses Jahres laut dem Statistischen Landesamt IT.NRW beim Amtsgericht Detmold einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. „Das waren 20,8 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum“, informiert Maria Klaas, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold. „Landesweit ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 3,3 Prozent zurück“, ergänzt Klaas.
In erster Linie war das Baugewerbe mit 11 Fällen (Vorjahr 12 Fälle) und Freiberuflicher mit neun Fällen (14 Fälle) betroffen. Wie im Vorjahreszeitraum meldete der Handel ebenfalls neun Anträge. Im Gastgewerbe lag die Zahl bei acht Insolvenzen (9 Fälle).
43 Prozent der Unternehmen wurden in der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt. Knapp 60 Prozent der Betriebe war weniger als acht Jahre am Markt präsent.
Neben den Unternehmen beantragten 234 (-5,6 Prozent; NRW – 5,0 Prozent) weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich überwiegend um Verbraucherinsolvenzen. Es waren aber auch 58 (Vorjahr: 36) ehemals Selbstständige betroffen.
Die Gesamtzahl der Insolvenzen lag in den ersten neun Monaten dieses Jahres bei 295 Fällen und damit um 9,2 Prozent (NRW: -3,3 Prozent) niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum.